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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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V  all  len.

namentlich  aus  der  Vergleichung  der  beiden  Redactionen,  da
wo  sie  urkundlich  vorliegen.  Doch  wird  man  in  dem  Widerstreit ­
  der  Meinungen  vielleicht  sicherer  zu  einem  festen  Ergebnis ­
  gelangen,  wenn  man  von  der  Prüfung  der  einzelnen  in
dieser  Art  behandelten  Stellen  ausgeht  und  untersucht,  ob  das
angewendete  Mittel  eine  wirkliche  Lösung  der  Schwierigkeit
gewährt  oder  die  Kritik  dieses  Heilverfahrens  entrathen  kann.
Diese  Untersuchung  erscheint  um  so  mehr  geboten,  als  man
dasselbe  Verfahren  auch  auf  andere  Schriften  des  Aristoteles
angewendet  hat,  bei  denen  nicht  wie  bei  den  Büchern  von  der
Seele  das  thatsächliehe  Vorhandensein  einer  doppelten  Recension
  constatirt  ist.
Eine  solche  Stelle  aus  den  Büchern  von  der  Seele,  deren
Prüfung  zu  einem  befriedigenden  Abschluss  geführt  werden
konnte,  ist  Gegenstand  dieses  Aufsatzes:  obwohl  das  Resultat
gegen  Torstrik’s  Annahme  gewendet  ist,  so  darf  doch  nicht
verschwiegen  werden,  dass  die  Untersuchung  durch  nichts  so
sehr  gefordert  worden  als  durch  dieses  Kritikers  scharf  und
scharfsinnig  eindringende  Art  der  Behandlung,  in  der  er  nicht
leicht  an  einer  Schwierigkeit  vorübergeht,  aber  in  der  Anwendung ­
  der  Heilmittel  sich  bisweilen  vergreift.
Der  fragliche  Abschnitt,  der  sich  ohne  Nachtheil  für  das
Verständniss  aus  der  weiteren  Umgebung  herausheben  lässt,
steht  im  Eingang  des  6.  Capitels  des  3.  Buches,  und  lautet
nach  der  Vulgata  :  'H  p.ev  obv  xwv  aäiaipexwv  vsTjjt;  ev  xoixotc  repi
&  oby.  eaxi  t'o  tieGBc;'  ev  oic  Se  y.ai  xb  'leboco  y.ai  xb  <xXy;0s;,  abvOeoi;  xt;
fßr,  voriJJtäxwv  wo-ep  Sv  ovxwv,  y.aOarep  'Ep.ueoey.Xrjp  stpyj  «f,  ucXXGv  p.kv
xopsx:  ävai^svep  sßXxoxrj-xv,  «  euetxa  <rjvxi'0sa0at  xrj  <ptXia.  cbxw  y.ai  xxvxx
y.ej(fa>pi<rpiva  ouvxt'Oexa:,  obv  xb  xobp.p.sxpcv  y.ai  r;  S:ap.sxpop-  xv  Ss  -,avo-O-Evcov
  rj  saopivwv  xbv  -/pevov  upeasvvowv  y.ai  ouvxiOsfr  xb  yxp  tisbSo;  ev  xvv-0eae:
  äse  y.ai  yap  xv  xb  Xxjy.bv  p.r;  Xsuxbv  xb  p/p  Asv/.bv  auveOrjxsv  evSs-/exx:
  os  xai  Stafpsaiv  cava:  xavxa.  äXX'  ovv  eox:  *fs  ob  pbvov  xb  lisöSo;
rj  äXr,0sp  ex:  Xsuy.b;  KXswv  eoxiv,  üXXx  y.ai  ox:  7jv  rj  e'oxx:.  xb  Se  Sv
uotobv  xobxo  6  voüp  sy.axxsv.
Zu  dieser  ganzen  von  r,  p.ev  ovv  bis  Sxaorxov  reichenden
Stelle  schreibt  Torstrik  S.  190  seines  Commentars:  Locus  geminus.
  Bis  quidque  dici  tarn  manifestum  est  ut  satis  sit  indicasse.
Er  sondert  demnach  die  Doppelgänger  von  einander,  und  zwar
weist  er  derprior  editio  folgendes  zu:  rj  psv  obvxöv  xo:x:pexu)v  vövjo:;
            
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