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Keuner.
für das Wol seiner Unterthanen und für das Gedeihen des
Reiches in umfassender Weise besorgt war.—
Zum Schluss ist noch einiger Puncte zu gedenken, welche
einer kurzen Erörterung bedürfen. Zunächst die Erscheinung,
dass die Tabula unter ihren Stationen zwei mit dem alten
Namen, die auch im Itinerar erscheinen (Gabromagus und
Tutatio), die andern mit lauter neuen Namen bezeichnet. Es
war schon die Rede davon, dass die Orte Gabromagus und
Tutatio wahrscheinlich ebenso wie die heutigen Orte Klaus
und Steierling sich auf eine sehr weite Strecke Weges ausbreiteten,
so dass die Stationen ungeachtet der Verrückung
um 5 mp. noch immer in dieselbe Ortschaft oder doch in ihre
nächste Nähe zu stehen kamen, daher auch mit vollem Rechte
noch später den alten Namen tragen konnten. Hingegen südwärts
von Pirn müssen die norisch-römischen Niederlassungen
so dicht neben einander gestanden haben, dass man 4 bis 5
mp. von den im Itinerarium genannten Orten entfernt, wieder
andere Ortschaften mit eigenen Namen traf und die neuen
Stationen der Tabula nach diesen bezeichnet werden konnten.
Die Verschiedenheit der Ortsnamen jenseits des Pirn ist also
ein neuer Beweis für den dichten Bestand der Ansiedlungen
in jenen Gegenden; er wird bestätigt durch die grosse Menge
von keltischen und römischen Funden, die dort fast in jedem
Orte gemacht werden, und auf welche im Vorübergehen schon
oben hingewiesen wurde.
Ein anderer Punct, der noch zu berühren ist, betrifft die
unrichtigen Angaben für die letzte Distanz der Route,
sowol in der Tabula als im Itinerarium. Die erstere giebt die
Entfernung von Tutatio nach Ovilaba auf 22 mp. an, mit den
Theilstrecken (Tutastione —) Vetonianis XI, Ovilia XI. Die
factische Entfernung von Klaus nach Petenbacli, von hier nach
Ovilaba beträgt je 15 mp. Es ist nun sehr wol denkbar,
dass die ursprünglich auf dem Original der Tabula stehende
Zahl XV für XI verlesen wurde, zumal wenn der zweite
Schrägstrich wie V schlecht erhalten und die Schrägstellung
des ersten Striches nicht deutlich ausgedrückt war. —
Schwieriger ist es zu erklären, wie in das Itinerarium
zum letzten Ortsnamen Ovilabis die Distanz XX mp. ge-