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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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K  o  n  u  e  r.

Der  letztere  Tlieil  der  Reise  war  für  die  Hinfahrt  ohne  Schwierigkeit, ­
  da  der  Weg  durch  9  mp.  abwärts  und  der  Rest  —  die
zugelegte  Strecke  von  6  mp.  —  ebenausging.  Auf  der  Rückfahrt
war  dieser  Theil  beschwerlicher,  indem  erst  im  Thale  die
Strecke  von  Stiriate  bis  zum  Fusse  des  Gebirges  zu  machen
war,  dann  kamen  9  mp.  eines  ziemlich  steilen  Weges,  bis  man
zur  Wechselstelle  gelangte.  Allein  diese  Bergfahrt  ist  ohne
ausgiebige  Vorspann  überhaupt  nicht  zu  denken,  durch  sie
wurde  die  grössere  Beschwerlichkeit  dieser  einen  Hälfte  der  Tagreise ­
  ausgeglichen;  auch  war  dafür  die  zweite  Hälfte  um  so  kürzer
und  leichter  zu  bewerkstelligen,  da  sie  10  mp.  abwärts  ging.
Gerade  umgekehrt  ist  das  Jhängenverhältniss  jener  beiden
Strecken,  die  am  folgenden  Tage  zu  machen  waren.  Die  grössere ­
  Hälfte  —  Stiriate  bis  Gabromagus  15  mp.  —  war  auf
der  Hinfahrt  zuerst  zu  machen,  die  kleinere  —  Gabromagus—
Ernolatia  8  mp.  —  bildete  den  zweiten  Theil  der  Tagreise.
Von  der  ersteren  Hälfte  bewegte  sich  der  grössere  Theil  (8  mp.)
im  Thale  des  Paltenbachs  und  der  Ens  (Rottenmann—Lietzen),
der  kleinere  7  mp.  bis  über  die  Wasserscheide  auf  dem  Pirn,
wo  die  Wechselstelle  Gabromagus  lag.  Nachdem  diese  erreicht
war,  hatte  man  nur  mehr  8  mp.  abwärts  bis  Ernolatia  zu
machen.  Die  Kürze  der  letzteren  Strecke  war,  wie  am  Tauern
die  Strecke  ad  pontem—Tartusana,  auf  die  Bergfahrt  (bei  der
Rückreise)  berechnet  und  hing  zugleich  mit  dem  Umstande  zusammen, ­
  dass  eben  in  Ernolatia  ein  Castell  bestand,  wo  die  Nachtherberge ­
  am  sichersten  untergebracht  werden  konnte.  Von  dem
letzteren  Puncte  weg  bis  Ovilaba  ergab  sich  die  Eintheilung  von
selbst.  Die  Distanz  beträgt  42  mp.,  die  an  einem  Tage  nicht
zu  machen  war.  Man  legte  die  Herberge  an  der  früheren
Wechselstelle  bei  Vetoniana  an,  das  27  mp.  von  Ernolatia  entfernt ­
  ist  und  schuf  die  alte  Herberge  von  Tutatio  in  eine
Wechselstelle  um;  der  erste  Theil  dieser  Tagreise  betrug  alsdann ­
  12,  der  zweite  15  mp.,  was  in  richtigem  Verhältnisse  zur
Bodenbeschaffenheit  steht;  denn  diese  ist  in  jenem  Theile
schwieriger,  als  in  diesem.  —  Die  Strecke  Vetoniana—Ovilaba
endlich  wurde  als  Theil  der  folgenden  Tagreise  angenommen;
es  konnte  dies  sehr  wol  geschehen,  da  man  bis  Vetoniana  erst
fünf  und  eine  halbe  Tagreise  gemacht  hatte,  zu  dem  Ausmasse
von  sechs  Tagi'eisen  also  noch  eine  halbe  fehlte.
            
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