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K o n u e r.
Der letztere Tlieil der Reise war für die Hinfahrt ohne Schwierigkeit,
da der Weg durch 9 mp. abwärts und der Rest — die
zugelegte Strecke von 6 mp. — ebenausging. Auf der Rückfahrt
war dieser Theil beschwerlicher, indem erst im Thale die
Strecke von Stiriate bis zum Fusse des Gebirges zu machen
war, dann kamen 9 mp. eines ziemlich steilen Weges, bis man
zur Wechselstelle gelangte. Allein diese Bergfahrt ist ohne
ausgiebige Vorspann überhaupt nicht zu denken, durch sie
wurde die grössere Beschwerlichkeit dieser einen Hälfte der Tagreise
ausgeglichen; auch war dafür die zweite Hälfte um so kürzer
und leichter zu bewerkstelligen, da sie 10 mp. abwärts ging.
Gerade umgekehrt ist das Jhängenverhältniss jener beiden
Strecken, die am folgenden Tage zu machen waren. Die grössere
Hälfte — Stiriate bis Gabromagus 15 mp. — war auf
der Hinfahrt zuerst zu machen, die kleinere — Gabromagus—
Ernolatia 8 mp. — bildete den zweiten Theil der Tagreise.
Von der ersteren Hälfte bewegte sich der grössere Theil (8 mp.)
im Thale des Paltenbachs und der Ens (Rottenmann—Lietzen),
der kleinere 7 mp. bis über die Wasserscheide auf dem Pirn,
wo die Wechselstelle Gabromagus lag. Nachdem diese erreicht
war, hatte man nur mehr 8 mp. abwärts bis Ernolatia zu
machen. Die Kürze der letzteren Strecke war, wie am Tauern
die Strecke ad pontem—Tartusana, auf die Bergfahrt (bei der
Rückreise) berechnet und hing zugleich mit dem Umstande zusammen,
dass eben in Ernolatia ein Castell bestand, wo die Nachtherberge
am sichersten untergebracht werden konnte. Von dem
letzteren Puncte weg bis Ovilaba ergab sich die Eintheilung von
selbst. Die Distanz beträgt 42 mp., die an einem Tage nicht
zu machen war. Man legte die Herberge an der früheren
Wechselstelle bei Vetoniana an, das 27 mp. von Ernolatia entfernt
ist und schuf die alte Herberge von Tutatio in eine
Wechselstelle um; der erste Theil dieser Tagreise betrug alsdann
12, der zweite 15 mp., was in richtigem Verhältnisse zur
Bodenbeschaffenheit steht; denn diese ist in jenem Theile
schwieriger, als in diesem. — Die Strecke Vetoniana—Ovilaba
endlich wurde als Theil der folgenden Tagreise angenommen;
es konnte dies sehr wol geschehen, da man bis Vetoniana erst
fünf und eine halbe Tagreise gemacht hatte, zu dem Ausmasse
von sechs Tagi'eisen also noch eine halbe fehlte.