Kenner.
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bei der Zunahme der Frequenz von grosser Bedeutung war.
Auch die Tagereisen sind nun gleichmässiger für Hin- und Rückfahrt
und in völliger Uebereinstimmung mit der Beschaffenheit
des Terrains.
Die Vortheile dieser Eintheilung sind so einleuchtend
und den veränderten Zeitverhältnissen so entsprechend, dass
man nicht wol mehr im Zweifel sein kann, welche von beiden
oben besprochenen Annahmen die für die Tabula thatsächlieh
geltende gewesen sei; man muss in Wirklichkeit Virunum und
Ovilaba als Wechselstellen betrachtet haben, als die Umgestaltung
der Route vor sich ging. Diese Annahme ist durchaus
die wahrscheinlichere; es handelt sieh nur noch um den empirischen
Beweis, dass an einem der Orte, die nach der neuen
Eintheilung als mansiones erscheinen, eine solche in der That
bestanden habe.
Diesen Beweis hat ein günstiger Zufall in den Ausgrabungen
von Windischgarsten geliefert. Es wird von ihnen im
zweiten Theil dieser Untersuchung die Rede sein; für jetzt
möge als erwiesen und feststehend betrachtet werden, dass der
nächst Windischgarsten aufgegrabene Complex von Bauten
nichts anderes als die mansio von Ernolatia gewesen sei. Wenn
aber in diesem Orte eine mansio war, so sind folgerichtig alle
jene Orte auch mansiones gewesen, welche oben als solche
angenommen wurden, nämlich von Ernolatia gegen Ovilaba
zu: Vetoniana, gegen Virunum zu: Stiriate, Tartusana, Noreia
II (Viscellae) und Matucaiimi. Das auch im Itinerar erscheinende
Gabromagus und die den älteren mansiones entsprechenden
Orte der Tabula: Noreia I, Ad pontem und Surontium sind
dagegen jetzt nur mehr Wechselstellen.
Daraus folgt, dass in der Zeit nach Abfassung des Itinerar
s auf der Route Virunum—Ovilaba eine sehr tief eingreifende
Veränderung stattgefunden habe, welche die Folge der
alten Wechsel- und Herbergestellen verrückte und dorthin, wo
ehemals mutationes lagen, oder doch in ihre Nähe mansiones
verlegte und umgekehrt. Mit dieser Veränderung hängt augenscheinlich
jene andere schon besprochene Tkatsaehe zusammen,
welche sich in der Tabula durch völlig neue Ortsnamen und
durch die Verschiebung sämmtlicher Stationen um durchschnittlich
nahezu 5 mp. äussert. Die beiden letzteren Erscheinungen