Die römische Reichsstrasse von Virunum nach Ovilaba.
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und eine Qual der Betheiligten. Eine Aenderung und Verbesserung
in dieser Hinsicht musste endlich so sehr eine gebieterische
Forderung der vielfach anders gewordenen Zeitverhältnisse
sein, dass es sich nicht darum fragt, oh, sondern wann
diese Forderung erfüllt worden sei.
Für diese Frage ist nun das Verhältniss der Tabula zum
Itinerarium, von dem schon oben (S. 10 f.) die Rede war, von
grosser Wichtigkeit. Allerdings führt die Tabula sämmtliche
Stationen, die Pferdewechsel- und die Rast- oder Herhergestellen
nebeneinander auf, aber sie bezeichnet sie weder als
die einen noch die anderen ausdrücklich. Daher löst sie auch
die Wegstrecken, welche an einem Tage gemacht wurden, in
je zwei kleinere Distanzen auf, ohne errathen zu lassen, wo
eine Tagreise begann und endete, all’ dies im Gegensatz zum
Itinerar, das nur die mansiones nennt. Um letztere in der Tabula
aufzufinden, muss zunächst festgehalten werden, dass je
zwei der in ihr aufgezeichneten Distanzen eine Tagereise gehen,
von den zwei betreffenden Orten also immer die eine die
Wechselstelle , die andere die Herberge bezeichnet. Jeder
zweite Ort ist also eine mansio. Es kommt nun darauf an zu
untersuchen, von wo aus diese zweiten Orte zu nehmen sind,
d. h. ob die Ausgangspuncte Virunum und Ovilaba (jenes
für die Hin- dieses für die Rückfahrt) Nacht herb ergen oder
blosse Wechselstellen waren.
Wenn man voraussetzen würde — wie es an sich natürlich
wäre — dass von den beiden Endpuncten aus die erste
Tagreise voll zurückgelegt worden sei, so würden die Tagreisen
und Mansionen folgende gewesen sein:
Für die Hinfahrt:
1) Virunum— Noreia (I) 27 mp.
2) Noreia (I) —ad pontem 27 mp.
3) Ad pontem — Surontium 19 mp.
4) Surontium — Gabromagus 30 mp.
5) Gabromagus — Tutatio 20 mp.
6) Tutatio—Ovilaba 22 (sic, 30) mp.;
für die Rückfahrt:
1) Ovilaba—Tutatio 22 (sic, 30) mp.
2) Tutatio—Gabromagus 20 mp.