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Kenner.
des österreichischen Kaiserstaates' mit Sorgfalt glaube angestellt
zu haben.
Im Einzelnen geben nur die Etymologie der Namen und
die Erörterung von Ansichten, die über den einen oder anderen
Ort. und über die Führung der Strasse im Gebiet des Tauern
aufgetaucht sind, Anlass, länger bei ihnen zu verweilen.
Von Stiriate vermuthet Mucbar, 1 es sei dieser Ortsname
nicht an seinem richtigen Platze in der Tabula angemerkt, da
er deutlich auf die Steier hinweise, diese aber nordwärts des
Pirn ihr Quellengebiet habe, während der Ort Stiriate nach
der Stelle, an welcher er in der Tabula erscheine, im Ensthale
gesucht werden müsse. Für diese Meinung sprechen in der
That Analogien, welche eben auch in der Tabula sich finden,
wie Ani im oberen Ensthale (Rastatt), Immurio im oberen
Murthale (Tamsweg) oder wie das Muroela des Ptolemaeus im
unteren Murthale (Gratz?). Ebenso könnte auch Stiriate von
einem Flusse Stira oder Stirus genannt sein. Allein daraus zu
schliessen, dass Stiriate an einer andern Stelle in der Tabula
eingereiht und an der Steier gesucht werden müsse, das lässt sich
nicht wol rechtfertigen. Denn es könnte dann nur mit einem
der Orte im Steierthale selbst verwechselt worden sein. Gabromagus
und Tutatio kommen dabei nicht in Betracht, sie stehen
in der Tabula an ihrem richtigen Platze, der durch die Conc.ordanz
des Itinerars gesichert ist; ebenso entfällt Vetoniana,
das zuweit seitab von der Steier liegt. Es bliebe also nur noch
Ernolatia übrig. Man könnte vermuthen, dass im Alterthume
die nahe an Windischgarsten vorüberfliessendc Teichel für die
Steier selbst, x letztere aber bis zur Mündung der Teichel in sie
für einen Nebenfluss gehalten worden sei, so dass der Name
Stiriate für Windischgarsten, das alsdann an der Steier gelegen
gewesen wäre, recht wol passen würde. Allein es steht dem
entgegen, dass, wie schon bemerkt, die wörtliche Bedeutung
des Ortsnamen Ernolatia auf die sumpfige Umgebung von Windischgarsten
hindeutet und der Sinn jenes Namens aus den
Terrainverhältnissen von keinem anderen Ort der ganzen in
Rede stehenden Route sich so gut erklärt, als eben aus jenem
1 Noricum X. 273.