Die römische Reichsstrasse von Virunum nach Ovilaba.
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logien 1 in Griechenland und Italien, die wol alle auf eine gemeinsame
Wurzel zurückzuführen sind, wenn gleich sie bald für
Berge, bald für Flüsse Vorkommen; im letztem Falle wurde
der Name wol von einem Berge auf das von ihm herabfliessende
Wasser übertragen, so gut, als er auch auf Ortschaften überging.
Was unsern Berg betrifft, so ist der keltische Ursprung des
Namens ausser Zweifel gesetzt durch die glücklicher Weise
noch erhaltene älteste Schreibung, wie sie in Urkunden aus der
Zeit von 1190 bis 1259 geübt wurde. 2 Darnach lautet der
Name Pirdon (einmal auch Pirton)—onis; dies weist auf das
keltische bior und dun (Berg— Spitze) zurück, 3 der Name bezeichnet
also einen spitzigen Berg. Frühzeitig kommen daneben
auch die Bezeichnungen ,supra Pierin' (J. 1200) und ,Pyrn'
(1239) in einer und derselben Urkunde neben ,Pyrdon', dann
,Piren‘, ,in pyrno monte' (1254), ,Pirimontis' (1278, 1418)
vor; in deutschen Urkunden liest man 1419 ,Byrn' und ,Piern',
1420 ,Pirn‘. Die heutige Schreibung ,Pyhrn' beruht, um im
Vorbeigehen dieselbe zu bei'ühren, nur auf einer Entstellung
späterer Zeit, etwa aus dem Ende des XVI. und dem XVII.
Jahrhunderte. Die richtigste und einfachste ist ,Pirn‘, sowie
das keltische Pirdon oder Pirdun allmälich in germanischer
Aussprache zu Pirdn oder Pirtn (man vgl. Virten, Virodunum
Verdun) zusammengezogen wurde, woraus dann Pirn entstand.
Doch findet sich auch Pyrn in sehr alter Zeit.
Von dem am nördlichen Fusse des Berges gelegenen
Markte Spital am Pirn, der selbst 1626 Fuss über der Meeresfläche
liegt, steigt, die heutige Strasse eine Stunde lang aufwärts
bis zu einer Höhe von 2472 Fuss über dem Meere. Die
Steigerung beträgt also 846 Fuss, oder annähernd 1 Fuss
Steigerung auf 14 Fuss Weg. Sie ist nicht sehr bedeutend und
1 So ad Pirum im Gebiete der Umbrier und Hirpiner, ad Pirum summas
Alpes (Birnbaumerwald in Itrain), Pirum in Dacien, Piranum (Pirano,
Istrien), Pieria (Berglandschaft in Thessalien), der Ort Piraeum bei Corinth)
Pyrenaeen. Auch bei Flüssen kommt er vor, so Pirus in Acliaia, Pirus
tortus (Perschling in Nieder-Oesterrcich), Pirene fons in Thessalien.
Man vgl. darüber Forbiger's Geogr. des Alterthums III. unter den betreffenden
Namen.
2 Vgl. Franz X. Pritz, im Archive für Kunde österr. Geschichtsquellen.
X. p. 301 f. in den Urkunden, IV, VIII, XVI, XX, XXIV.
3 Mone Celtische Forschungen, S. 122.