Ueber eine griechische Inschrift aus Eryfchrae.
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die Formen EONTEE (Z. 17) EOET (Z. 20), A1EXA0EQEI (Z. 44)
und ANA YOPEY0EOEI (Z. 53), oder TON AIKAETAN (Z. 5
und 29) neben TAN A1KAN (Z. 24, 30) u. a. In der Schreibung-
der Namen am Schlüsse der Inschrift tritt der jonische
Dialect consequent auf, offenbar mit der bestimmten Absicht,
den Erythraeern die Namen der Ausgezeichneten, also das
Wichtigste der Inschrift in dem ihnen geläufigeren Dialecte
vor Augen zu stellen. Während in Z. 3 11EPI TU AAMQ TO
EPY0PAIQN steht, liest man am Schlüsse TON AHMON TON E.,
in Z. 5 auf 6 heisst es KAEONTMEIQ, in Z. 57 auf 58 KAEONYMOV,
in Z. 13 AITEAAO, in Z. 59 auf 60 ATEAAOY.
Das beigeschriebene Jota erscheint nur in einigen Fällen,
sehr häufig bleibt es weg; so ist es in dem öfter wiederkehrenden
Ausdruck XPYSIQ ETEEANO (Z. 4, 5, 7, 12, 14,
34, 36, 41, 45) an dem Beiworte nur einmal (Z. 4), an dem
Hauptworte nur dreimal (Z. 5, 7, 12) gesetzt. Damit lässt
sich EN TOI IIPYTANEIOI (Z. 7 auf 8) und EN TOI I1PYTANHO
(Z. 11), und AAMO (Z. 55) vergleichen; dagegen steht es mit
Unrecht bei den Genitiven TOI in Z. 3. Diese Ungleichheit
und Unsicherheit ist ein Zeichen der Epoche der Diädochen.
Die Buchstabenformen sind durchaus die altern, es begegnen
lauter winkelige (E, E, 0) keine runden (6, 0, UJ), das
A hat immer und durchaus den ungebrochenen Querstrich.
Auch trifft man nur eine Ligatur in Z. 46, wo offenbar wegen
Raumersparung in den beiden Wörtern TOM 130AITAN das M
und II in ein Zeichen zusammengezogen sind. Die Buchstaben
0, 0, 0 sind durchstehend um vieles kleiner (6—7 Millim.),
als die andern Buchstaben und in der oberen Hälfte der Höhe
der letzteren angebracht. Dagegen jene Buchstaben, die mit
einem senkrechten Striche beginnen, wie K, P, T, namentlich I
sind grösser (10—11 Millim.), sie ragen meistens über die
Zeilen nach oben und unten hinaus. In der Mitte beider
Grössen stehen die aus mehrfach gebrochenen Linien gebildeten
Buchstaben A, S, A, A, M und N. Sie kommen bald klein,
bald auffallend gross vor. Beim K und N ist häufig der erste
senkrechte Strich länger als die andern, constant ist solches
bei II der Fall; auch gehen die senkrechten Striche häufig
über die mit ihnen verbundenen Querstriche nach oben und
unten hinaus.
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