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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Hartei.

Autoren  beigebracht  wird,  kommt  daneben  kaum  in  Betracht.
Den  Nachweis  dieser  Zusätze,  den  natürlich  eine  Ausgabe  nach
dem  Muster  des  Mommsen’schen  Solinus  am  bequemsten  geben
könnte,  hat  nicht  etwa  Mansi  in  Zaccharias  iter  litterarium  per
Italiam,  Yenet.  1762  p.  19,  wie  Bethmann  a.  a.  0.  309  behauptet,
geliefert,  der  nur  eine  Interpolation  von  den  mehr  als  hundert
genauer  bespricht.  Auch  das  ist  nicht  richtig,  was  ebendaselbst
gesagt  wird,  dass  jene  Zusätze,  weil  aus  bekannten  Autoren
stammend,  gar  keinen  Werth  für  uns  haben.  Sie  haben  für
die  Kritik  der  benützten  Autoren  und  ihre  Textgeschichte  einen
hohen  Werth,  den  man  freilich  erst  dann  ganz  erkennen  wird,
wenn  sie  mit  einem  reicheren  und  zuverlässigeren  Apparat  zur
Benützung  vorliegen  werden.  Ich  beabsichtigte  ihre  Mittheilung; ­
  doch  würde  dadurch  der  Umfang  dieser  Abhandlung
übermässig  anschwellen  und  kaum  genügend  Raum  bleiben  für
die  Discussion  jener  Stücke,  die  sich  auf  eine  der  uns  erhaltenen ­
  Quellen  nicht  zurückführen  lassen.  Indem  ich  mir
diesen  Stoff  für  eine  andere  Gelegenheit  Vorbehalte,  will  ich
hier  nur  auf  eine  Einlage  aufmerksam  machen,  welche  Paulus
einem  sonst  von  ihm  nicht  sehr  benützten  Schriftsteller,  dem
Florus  (16  p.  20,  9  J)  verdankt  und  welche  uns  vornehmlich
an  den  Boden  und  die  Verhältnisse  erinnert,  unter  denen  des
Paulus  Geschichte  entstanden.  Die  Mühe,  welche  es  sich  Paulus
sichtlich  kosten  lässt,  das  Stück  aus  Florus  hier  anzubringen,
zeigt,  wie  er  nichts  unterliess,  was  das  Interesse  seiner  Fürstin
zu  gewinnen  versprach.  Uns  wird  es  einen  Einblick  in  sein
compilatorisches  Verfahren  gewähren.  Das  hinter  den  Worten
Eutrop’s  II  8  qui  (Samnites)  medii  sunt  int  er  Picenum  Campaniam
  Apuliam  eingefügte  Stück  lautet:
gentem,  si  opulentiam  quaeras,  ciureis  et  argenteis  armis  et  discolori
  ueste  usque  ad  ambitum  ornatam:  si  insidiarum  fallaciam,
saltibus  fere  et  montium  fraude  grassantem:  si  rabiem  ac  furorem,
  sacrilegis  humanisque  hostiis  in  exitium  nrbis  agitatam:  si
A  -  Monaeensis,  B  —  Bambergensis,  C  =  Vindobonensis  583,  M  -
Ambrosianus,  V  —  Vaticanus  3339.
2  ornatum  BVC 1  indiarum  V  3  crassanlem  V  4  sacris
humanis
legibus  A  C  V 2 ,  sacrilegis  BV*M(?)  humanis  hostiis  V,  hostiis  in  C
(humanis  add.  m.  2)  orbis  AB  C  M  V 2 ,  morbis  V'
            
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