Eutropius und Paulus Diaconus.
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mit Zusätzen aus Aurelius Victor, Orosius, Rufinus, Anastasius’
Kirchengeschichte erweiterte und an der Hand des Anastasius
bis auf die Zeit Leo’s (813 n. Ch.) fortsetzte, wie wir aus den
Titeln der ältesten Handschriften, des Palat. 909 saec. X,
Vatic. 1984 saec. XI und Bern. 29 entnehmen (quem [Paulum]
Landulfus Scujax secutus, plura et ipse ex cliversis auctoribus
colligens in eadem historia addidit, et perduxit usque ad Imperium
Leonis quod est a. ine. 806 ind. 7). Diese ist wiederholt und
erst jüngst in vielfach berichtigter, wenn auch von einem befriedigenden
Abschluss noch weit entfernter Form von Eyssen- \
hardt (Berlin 1869) edirt worden. Des Paulus Geschichte sind
wir auch durch diese Ausgabe gezwungen aus einem bedeutungslosen
und langweiligen Wust heraus zu klauben. Das wäre
aber das Schlimmste nicht. Was wir aus den Klammern und
Noten derselben auf mühsame Weise zusammen tragen, ist
nicht ein lesbarer Paulus, sondern der Text einer weder fehlernoch
lückenlosen Bamberger Handschrift (G. E. III. 4 Nr. 6.
saec. IX), womit nicht einmal den Herausgebern des Eutropius,
Hieronymus, Orosius gedient ist. Von einer selbständigen Ausgabe,
wie sie das bedeutendste Werk des Paulus, welches sich
durch das ganze Mittelalter als ein Lesebuch des gesammten
Abendlandes einer seltenen Verbreitung und Beliebtheit erfreute,
verdient und die Bethmann mit genauem Nachweis der Quellen
in Aussicht stellte (Archiv X 310), sind wir nun wohl weit
entfernt.
Paulus wurde zu, seiner Arbeit durch seine Beziehungen
zu Arichis von Benevcnt und dessen Gemahlin Adelperga, einer
Tochter Desiderius’, veranlasst. Wir haben eine Urkunde aus
dem Frühjahr oder Sommer 763 in dem Gedichte A pnncipio
seculorum, welches uns einen Einblick in den gelehrten Verkehr
zwischen Paulus und Adelperga gewährt. Paulus leitete
von da ab wohl durch mehrere Jahre ihre Studien. So gab
er ihr Eutrop’s Geschichte zu lesen, die sie aber wegen ihrer
Kürze und weil dieselbe bei der ausschliesslichen Behandlung
römischer Verhältnisse ihrem christlichen Sinn missfiel, unbefriedigt
zurücklegte. Paulus suchte durch eine neue Bearbeitung
diesen Mängeln abzuhelfen und überreichte diese mit einem
Brief, der uns noch erhalten ist. Derselbe ist abgedruckt von
Champollion-Figeac in seiner L’ystoire de li Normant, Paris