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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Eutropins  und  Paulus  Diaconus.

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er  Furio  Camillo,  Limits,  12,  23  Lucius  om.  L  Scli
31  apud  .  .  .  conclusos  om.  L  Sch  et  sub  iugum  miserunt
om.  Sch.  L  hat  sub  iugo  miserunt  ohne  et,  wodurch  sich  wohl
Schonhov  der  Verdacht  einer  Interpolation  aufdräugte  13,  16
is  ]  hie  L  Sch  21  quaecumque  a.  ]  quae  cum  L  Sch  31
igneque  L  Sch  14,  12  si  binorum  ]  Sabinorum  L  Sch
33,  15  trecenti  perierunt  Sch,  aber  am  Rande  bemerkt  er  Alias
III  id  est  ter  mitte  quod  est  verisimilius.  Nun  hat  aber  nur
der  Codex  L  tria  millia),  dass  Niemand  durch  die  Abweichungen ­
  sich  wird  irre  machen  lassen.  Für  Schonhov  war  nun
dieser  Codex  von  allergrösstem  Werthe,  weil  er  ein  sicheres
Mittel  bot,  den  Eutroptext  aus  den  Zuthaten  des  Paulus  und
der  Historia  miscella  zu  sondern  Denn  .in  dieser  Hinsicht
ist  er  so  rein  wie  der  Fuldensis,  mit  dem  er  auch  in  allen
charakteristischen  Lesarten  gegen  die  Paulinische  Recension
zusammensteht.  Das  Richtige  bietet  er,  so  weit  ich  sehe,  allein
nur  an  einer  Stelle  IX  9  L.  Aeliano  statt  Lolliano;  den  klugen
und  kühnen  Interpolator  (vgl.  bes.  IX  4  senior  meruit  inter
divos  referri  L  Seh)  verräth  er  an  vielen.  Eine  genaue  Collation
  wird  kaum  etwas  Brauchbares  zu  Tage  fördern,  aber
die  Untersuchung  ermöglichen,  wie  wir  uns  sein  Verwandtschaftsverhältniss
  mit  F  zu  denken  haben.  Vermuthlich  wird
er  auf  eine  mit  dem  Vindobonensis  gemeinsame  Vorlage  zurückführen, ­
  mit  welcher  auch  die  2.  Hand  des  Fuldensis  in
genauer  Beziehung  steht.
Dieser  Codex  hätte  eine  so  eingehende  Untersuchung  kaum
verdient;  doch  sie  war  ihm  nicht  zu  verweigern,  nachdem  er
bisher  als  ein  codex  optimae  notae  gelten  durfte.  Ganz  anders
verhält  es  sich  mit  jener  Handschrift,  welche  der  auf  Schonhov
folgende  Herausgeber  Elias  Vinetus  (1554  Pictavis  apud  Enguilbertum
  Marnesium)  benützte.  Ueber  sie  berichtet  Vinetus
in  der  Vorrede:  ,Ego  vero  boni  authoris  vicem  diu  multumque
dolui,  donec  incidi  tandem  in  antiquum  illum  Dominicalium
Burdegalensium  librum,  ex  cuius  tide  tarn  integrum  daraus  id
opus,  ut  nunc  pritnum  editum  videri  possitJ  Darnach  scheint
Vinetus  die  Ausgabe  seines  Vorgängers  gar  nicht  gekannt  zu
haben.  Das  kann  nur  dem  auffallen,  der  auf  Grund  der  über
diese  Ausgaben  cursirenden  bibliographischen  Notizen  die  erste
in  das  Jahr  1545  oder  1546,  die  andere  in  das  Jahr  1553  oder
Sitzb.  d.  pMl.-hist.  CI.  LXXI.  B-l.  I.  Hft.  19
            
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