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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Entropins  und  Paulus  Diaconus.

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stammt,  allerdings  nicht  im  ersten  Gliede,  aus  einer  Handschrift,
die  mit  dem  Fuldensis  auf  dieselbe  Vorlage  zurückführt  und
in  der  einzelne  Lagen  fehlten;  denn  im  Vindobonensis  vermisst
man  ausser  der  Praefatio  noch  GaLli  Senones  I  20  —  gesta  sunt
II  2,  nonaginta  duo  II  18  —  ßt  Cyrene  VI  11  und  et  cum  VI  18
—  stupra  liabuerat  VI  22.  Dies  zeigt  die  grosse  Zahl  kleiner
eigenthümlicher  Versehen,  welche  den  beiden  Codices  gemeinsam ­
  sind,  z.  B.  16  primusque]priusque,  I  5  vicensimo  et  F,
que
vicessimo  et  Vind.,  I  7  Tullius  F,  Imlus  Vind.,  I  12  ne  quicquam
  F,  neque  quicquam  V,  II  16  Quinte,>  Gulinio  F,  Quinto
/.  /.  n
Gulnio  V,  VII  7  lustri  in  F,  lustria  V,  VII  8  und  VII  11  septuagensimo
  F,  septuagentesimo  V,  VIII  16  octogensimo  F,  octogentesimo
  V,  X  2  excito  beide  und  dergleichen  noch  in  Menge.
Ferner  steht  der  Vindobonensis  in  der  weitaus  grösseren  Zahl
von  Fällen  auf  Seite  des  Fuldensis  gegen  die  Paulinische  Recensiou.
  Aber  doch  ist  sein  Text  durch  eine  Handschrift
dieser,  und  zwar  eine,  welche  dem  Monacensis  nahe  verwandt
gewesen  sein  muss,  sehr  beeinflusst;  nicht  weniger  aber  durch
ein  Exemplar  der  Historia  miscella.  Man  verglich  eben  frühzeitig ­
  die  Texte  eines  so  viel  gebrauchten  Schulbuches,  recipirte
  wohl  in  den  reinen  Eutrop  eine  Zahl  Paulinischer  Zusätze. ­
  Dafür  kann  ich  wenigstens  ein  sicheres  Zeugniss  beibringen.
  Die  weitere  Untersuchung  der  Bibliotheken  wird
mein  ergeben.  Franciscus  Fabricius  gedenkt  in  seinen  Noten
zu  Orosius  II  cap.  4  einer  Handschrift,  in  welcher  die  Zusätze
des  Paulus  mit  ausdrücklicher  Bezeichnung  vom  übrigen  Texte
geschieden  waren.  ,sed  sequor  fidem  mei  Libri  antiqui,  in  quo
Eutropii  historia  ita  descripta  est,  ut  quae  Paulus  adiecit  illius
nominis  appositione  sint  separat«.‘
Ausser  dem  Vindobonensis  glaube  ich  noch  eine  ziemlich
genaue  Bekanntschaft  gemacht  zu  haben  mit  dem  ältesten
Leidener  (Lugd.  Batav.  1),  der  wegen  seines  Alters  und  der
Eigenthiimlichkeit  seiner  Lesarten  sich  bisher  des  besten  Rufes
erfreute.  Es  ist  derselbe  Codex,  den  Merula  als  den  einzigen
zu  seiner  Ausgabe  benützte  (,Secutus  sum  editionein  CI.  viri,
Antonii  Schonovii,  quae  ubi  ab  Henrici  Glareani,  Eliae  Vineti,
Frid.  Sylburgii  et  manuscripto  qui  apud  me  ab  eruditissimo
viro,  Franc.  Nansio,  discedit,  notabö)  und  den  dann  Verheyk
            
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