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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Hartei.

forschung  der  Manuscripte  des  Hieronymus  und  Orosius  wird
vermuthlich  manclie  dieser  Angaben  zu  berichtigen  haben.
Die  angeführten  Beispiele  dürften  die  obige  Behauptung
allein  zur  Genüge  rechtfertigen,  dass  bereits  die  griechischen
Uebersetzer  den  Text  des  Eutropius  wesentlich  in  der  Gestalt
vor  Augen  hatten,  in  welcher  denselben  uns  die  beste  Ueberlieferung
  bietet.  Aber  mit  den  wenigen  Mängeln  und  Lücken,
die  zur  Besprechung  kamen,  ist  die  Fehlerhaftigkeit  des  Archetypus, ­
  auf  welchen  unsere  beiden  Textesrecensionen  zurückführen, ­
  nicht  erschöpft.  Ich  habe  an  einer  für  den  Umfang
des  Autors  nicht  unbedeutenden  Zahl  von  Stellen  durch  die
Aufnahme  fremder  Conjecturen  und  eigener  Versuche  über  denselben ­
  hinauszukominen  versuchen  müssen.
Am  wenigsten  hat  der  Text  Eutrop’s  durch  willkürliche
Zusätze  gelitten.  Wir  vermochten  im  Früheren  (vgl.  zu  I  8,
IV  12)  nur  Einiges  der  Art  nachzuweisen.  Daran  reiht  sich
Folgendes.  I  14  Sequenti  anno  Volsci  bellum  repjaraverunt  fügen
F  und  P  hinter  Volsci  das  vollkommen  überflüssige  und  schleppende ­
  contra  Romanos  hinzu,  welches  Paeanius  nicht  anerkennt.
—  II  7  erregt  der  übrigens  bei  Paeanius  wiederkehrende  Satz
eo  anno  etiam  Alexandria  ab  Alexandro  Macedone  condita
  est  wenigstens  Verdacht  als  die  einzige  synchronistische
Angabe  dieser  Art,  mit  welcher  Paulus  seinen  Text  aus  Hieronymus ­
  so  reichlich  garnirt  hat.  Es  wäre  übrigens  das  einzige
Beispiel,  dass  der  reine  Eutrop  von  Hieronymus  her  direct
(nicht  -etwa  durch  Vermittelung  des  Paulus,  was  zu  glauben
Paeanius  verbietet)  eine  Interpolation  empfing.  —  II  19  tertio
anno  in  Sicilia  contra  Hieronem  [regem  Siculorum]  bellum  patratum
  est  verräth  das  Siculorum  deutlich  den  Interpolator.
Uebrigens  hat  Paeanius  nur  tcv  ßaaüea  ’lspwva.  —  II  24  bedarf
es  zwar  nur  einer  sehr  einfachen  Nachzählung,  um  die  eingeklammerte ­
  Zahl  als  arithmetisch  richtig  erscheinen  zu  lassen:
Metellus  in  Siciliam  Afrorum  ducem  cum  CXXX  elefantis  et
magnis  copiis  venientem  superamt,  XX  milia  hostium  cecidit,
XXVI  elefantos  cepit,  reliquos  errantes  per  Numidas  quos  in
auxilium  habebat  collegit  et  Romani  deduxit  ingenti  pornpa,  cum
[CXXX]  elefantorum  numerus  omnia  itinera  compleret;  aber
es  heisst  doch  die  Albernheit  des  Eutrop  grösser  als  billig
annehmen,  wenn  man  ihm  die  Meinung  unterschiebt,  dass  keiner
            
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