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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Hartei.

Joannes  seiner  Chronik  ausschliesslich  die  Capitonische  Uebersetzung ­
  zu  Grunde  legt,  derselbe  Joannes,  von  dem.  Herr
Koecher  p.  10  so  richtig  bemerkt:  solet  enim  Joannes  duobus
auctoribus  earundem  rerum  ita  uti,  ut  narrationem.  alteram
episodiis  ex  altera  transscriptis  interpolet.  Damit  soll  nicht  in
Abrede  gestellt  sein,  dass  nicht  auch  Capito  detaillirende  Züge
seiner  Uebersetzung  beigeben  konnte,  wie  wir  ja  dies  bei
Paeanius  an  einer  Reibe  von  Schulze  a.  a.  O.  296  verzeichneter
  Fälle  verfolgen  können.  Das  meiste  und  sicherlich  alles,
was  mit  Eutrops  Erzählung  im  Widerspruch  steht  —  mehreres
der  Art  kommt  später  zur  Sprache  —  geht  auf  Johannes
zurück.
Man  muss  überhaupt  bei  diesen  Interpreten  unsere  Ansprüche ­
  nicht  stellen  wollen.  Paeanius  wie  Capito  und  letzterer
nach  dem  Tone  des  Ganzen  in  höherem  Grade,  wollten  ein
für  griechische  Leser  verständliches  Geschichtsbuch  horstellen.
Darum  scheiden  sie  aus,  was  auf  specifisch  römische  Verhältnisse ­
  geht  oder  umschreiben  es,  z.  B.  um  einen  von  Koecher
nicht  richtig  aufgefassten  Zug  anzuführen,  Eutr.  VH  23  funus
eins  ingenti  dedecore  per  vespillones  exportatum  et  ignobiliter  est
sepultum  umschreibt  Capito  (Io.  Fr.  107)  x6  ye  pdp  xüp.y.  xoü
avopb?  uto  tmv  axip.oxäxwv  xvj?  TioKem'  aqoprßiv,  aaijp.w  xs  y.xi  äxpEixA
-ypsSoOv)  xapvp  Paeanius  aber  so:  jxövov  §s  ot  xat;  xotvaTi;  etcixsxafpivot
  xasal?  a<pavw?  aüx'ov  v.di  üq  xwp.x  äxepptp.pdvov  y.xxiop’jExv.
Weit  häufiger  aber  trachten  sie  die  skizzirenden  Striche  ihres
Originals  mit  dem  Schmuck  ausmalender  und  frei  sich  bewegender ­
  Schilderung  zu  überkleiden.  Wir  werden  aber  gerade
bei  Capito,  der  diese  Eigenheiten  in  ausgeprägter  Weise  an
sich  trägt,  rinden,  wie  seine  Uebersetzung  bei  aller  Freiheit
sich  wieder  so  eng  dem  lateinischen  Wortlaut  anschmiegt,  dass
er  nur  dieses,  das  uns  erhaltene  breviarium  und  kein  anderes
vor  sich  gehabt  haben  kann.  Betrachten  wir  nun  die  Fragmente ­
  und  was  sie  für  die  Kritik  des  Autors  abwerfen:

Eutrop.  I  3  annum  .  .  .  confnsum  findet  sich  bei  Suidas
v.  Noup.äc  llop-tUcx.
Eutrop.  16  tricesimo  .  .  .  successerat  rindet  sich  bei  Joann.  Fr.
34  Müller.
            
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