Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Eutropius  und  Paulus  Diacouus.

239

Vorwort  au  Valens  ein  fuhrt  (res  Romanas  .  .  ab  urbe  condita  quae
in  negotiis  vel  bellicis  vel  civilibus  eminebant  per  ordinem
temporum  brevi  narratione  collegi  strictim)  und  durch  den
echten  Titel  breviarium  ab  urbe  condita  als  Auszug  aus  Livius
charakterisirt,  neuerdings  ein  Auszug  gemacht  und  da  die
Uehersetzung  des  Paeanius  die  zufälligsten-Fehler  dieses  Textes
an  sich  trägt,  einige  Jahre  nach  der  Publication  des  Hauptwerkes ­
  gemacht  worden  sei,  würde  er  mir  mit  der  weiteren
Behauptung,  die  p.  17  aufgestellt  wird,  antworten,  dass  Capito
vor  Paeanius  gelebt  und  dieser  demnach  um  mehr  als  ein
Jahrhundert  von  der  Zeit  des  Eutropius  getrennt  sei,  eine  Behauptung, ­
  die  durch  das  früher  über  Paeanius  Bemerkte  ihre
Erledigung  gefunden.  Aber  Herr  Koecher  wird  sein  Gewicht
auf  die  inneren  Gründe  legen;  denn  sein  indicium  extrinsecus
petitum  verlangt  wohl  keine  ernste  Widerlegung  und  ich
nehme  an,  dass  er  mit  der  Vorführung  eines  so  klassischen
Zeugen  wie  des  Georgios  Codinus  nur  seine  tüchtige  Belesenheit ­
  in  den  Byzantinern  habe  zeigen  wollen.  Was  sind  das
aber  für  innere  Gründe?  Nonnulla  enim  in  illo  ita  presse  et
obscure  dicta  sunt,  ut  quid  sibi  velint,  non  intelligas,  nisi
supplementa,  quae  apud  Jo.annem  exstant,  adhibueris.  Ich  greife
eines  der  angeführten  Beispiele  heraus.  X  9  wird  Constans
charakterisirt:  intoller  abilis  provincialibus,  militi  iniucundus
...  obiit  .  .  .  rebvs  pluriniis  streune  in  militia  gestis  exercitniqne
per  omne  vitae  tempus  sine  gravi  crudelitate  terribili».  Dann
heisst  es  kurz  von  Constantius:  diversa  Constantii  fortuna  fuit.
Joannes  Fr.  172  (Müller)  ist  um  einen  Zusatz  reicher:  KwvcrrävTtcc
  qs.  jj.£v  evavti'.so  xcac  dprpdvaiq  d'h-q/v.  tu/rp,  dptaroq  piv  &v  xa
~o7»ixr/.a,  cu  os^'.w  3k  xapa  xa<;  p.ä/a?  oafp.ovt  '/pwp.s'/S;.  Dies  Beispiel
kann  doch  nur  unter  der  Voraussetzung  etwas  bedeuten,  dass
Capito  oder  Joannes  so  einfältig  waren,  eine  sich  von  selbst
aufdrängende  Ergänzung  der  Art  nicht  machen  zu  können.
Es  lassen  sich  für  dieses  interpretirende  Verfahren  Dutzende
von  Beispielen  aus  Capito,  Hunderte  aus  Paeanius  beibringen.
Die  Beweiskraft  jener  Fälle  aber,  wo  der  griechische
Text  um  solche  Zusätze  vermehrt  ist,  die  etwas  merklich  Neues
der  Eutropischen  Erzählung  zuführen,  wie  z.  B.  in  dem  vorgeführten ­
  Beispiel  Eutr.  IV  7  =  Joann.  Fr.  57,  beruht  auf
einer  noch  unhaltbareren  Voraussetzung,  darauf  nämlich,  dass
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.