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Hartei.
venti ductrice coniuge domni Arrichis (Arichis Mon.) sapientissimi
et catholici principis. Deinde (Deinceps Mon.) quae
sequuntur idem Paulus ex diuersis auctoribus proprio stilo contexuit,
ein Zusatz, der auf eine uns noch erhaltene Originalurkunde,
den Brief des Paulus an Adilperga, den wir später
mittheilen werden, zurückgeht. Nach demselben Gewährsmann
führen auch mehrere Handschriften (so auch der Vindob. 104)
den Titel: Incipit kistoria Romana a Paulo dyacono S. Benedicti
ecclesiae Montis Cassini edit.a ex historiis Eutropii, der
sich durch seine ganze Fassung als ein ziemlich junges Erzeugnis
zu erkennen gibt. Aus demselben Briefe floss Leo’s Zeugnis,
der gegen das Ende des 11. Jahrhunderts in seiner Chronik
des Klosters von Montecassino I 15 schreibt: In liistoria etiam
Romana, quam Eutropius breviter composuerat, eiusdem Adelpergae
rogatu plurima liinc inde ex historiis ecclesiasticis addidit; ad ultimum
vero duos (vielmehr sex) libellos a tempore Juliani apostate, in
quam ipsam historiam Eutropius terminaverat, usque ad tempora
primi Justiniani imperatoris eidem annexuit. Man begreift es,
dass Dupin (Bibi, des auteurs eccles. 1686 tom. VI) und Baronius
ad ann. 719, welche eine richtige Vorstellung von der
sogen. Historia miscella, die sich zu Paulus’ Geschichtswerk
verhält, wie dieses zu Eutropius’ Breviarium, nicht hatten und
die vorgeführten Zeugnisse nicht oder nur zum Theil kannten,
an der Autorschaft des Paulus zweifeln konnten; man begreift
aber nicht, wie Eyssenhardt in der Praefatio zu jener Historia
miscella dazu kam, sich diese Zweifel anzueignen, indem er
schreibt: ,Unus aliquis homo sive fuit Paullus Diaconus sive
quis alius Eutropii breviarium interpolavitJ
Wenn nun Paulus der unzweifelhafte Verfasser der Historia
Romana ist und diese demnach in die zweite Hälfte des
achten Jahrhunderts hinaufreicht, so springt ihre Bedeutung
für die Kritik des Eutropius von selbst in die Augen. Denn
der Text des Breviarium, den Paulus benützen und an corrupten
Stellen durch Vergleichung mehrerer Exemplare emendiren
konnte und der von da ab als wohl geborgener Bestandteil
eines grösseren Werkes gegen die emendatorischen und
interpolatorischen Eingriffe, denen die Eutropexemplare ausgesetzt
waren und nachweisbar erlagen, bestens geschützt war,
ist mindestens um ein Jahrhundert älter als der älteste Ver-