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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Eutropius  und  Paulus  Diaconus.

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so  anführt:  ij.ETaypaatv  exiTO|i.ij<;  Eitrpoxicu  TwiraVcm  sxits(/.5vto?
Afßiov  xbv  TupiaTov.
Die  zweite  Recension  liess  ferner  die  Dedicationsepistel
an  Valens  fallen  und  bietet  hinter  Buch  X  noch  weitere
6  Bücher,  welche  die  Ereignisse  bis  auf  Justinian  herab  erzählen.
Zugleich  nahm  sie  innerhalb  dieser  ersten  10  Bücher  allerhand
Detail  auf,  ohne  von  dem  ursprünglichen  Text  etwas  zu  streichen
oder  ihn  einer  freieren  Bearbeitung  zu  unterziehen.  Vielmehr
geschieht  diese  Aufnahme  rein  äusserlich,  kaum  dass  hie  und
da  eine  verbindende  Partikel  zu  dem  Text  des  Eutropius  hinzugefügt ­
  wird.  Ja  nicht  einmal  die  Beziehungen,  welche  auf
specielle  Verhältnisse  des  Eutrop  gehen,  wie  X  16  ingentique
apparatu  Parthis  intulit  bellum  (Julianus),  cui  expeditioni  ego
quoqüe  in  t  erf  ui  oder  X  18  hie  Status  erat  Romanae  rei,
Joviano  eodem  et  Varroniano  consulibus  anno  urbis  conditae
millesimo  centesimo  et  octavo  decimo  .  quia  autem  ad  inclutos
principes  venerandosque  perventum  est,  interim  operi  modum
dabirwus,  nam  reliqua  stilo  maiore  dicenda  sunt,  quae  nunc  non
tarn  praetermittimus  quam  ad  maiorem  scribendi  diligentiam
reservamus,  um  anderes  hier  unerwähnt  zu  lassen,  sind  gestrichen. ­
  Es  ist  dieselbe  Gedankenlosigkeit,  mit  welcher
Orosius  das  breviarium  ausschrieb  oder  Cassiodorus  Notizen
aus  Hieronymus  entlehnte,  wie  z.  B.  die  zum  Jahre  141  n.  Chr.
über  Jerusalem,  welche  in  dieser  Fassung  nur  für  -den  in
Jerusalem  schreibenden  Hieronymus  zu  Recht  besteht.  Man
kann  also  jene  Zuthaten  rein  ausscheiden  und  hat  den  Text
des  Eutropius  in  dem  Umfange,  wie  ihn  die  erste  Recension
bietet.
Wir  vermögen  die  Entstehungsgeschichte  der  zweiten
Recension  noch  genau  zu  verfolgen.  Wir  wissen,  dass  Paulus
Diaconus  ihr  Urheber  ist,  dass  er  dieses  Werk  zwischen  766
und  782  verfasst  habe.  So  heisst  es  hinter  der  Subscriptio  des
X.  Buches  im  Codex  Bambergensis  und  Ambrosianus  (vergl.
Muratori  RIS.  I  80  n.  60):  hucusque  historiam  Eutropius  composuit,
  cui  tarnen  aliqua  Paulus  Diaconus  addidit.  Eben  dasselbe ­
  steht  im  Monacensis  allerdings  von  jüngerer  Hand  und
nach  Bethmann’s  Untersuchungen  (in  Pertz’s  Archiv  X  307)
in  den  meisten  Handschriften,  aber  vermehrt  um  den  Zusatz
iubente  domna  Adilperga  (Adelperga  Mon.)  christianissima  Bene-
            
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