Eutropius und Paulus Diaconus.
229
so anführt: ij.ETaypaatv exiTO|i.ij<; Eitrpoxicu TwiraVcm sxits(/.5vto?
Afßiov xbv TupiaTov.
Die zweite Recension liess ferner die Dedicationsepistel
an Valens fallen und bietet hinter Buch X noch weitere
6 Bücher, welche die Ereignisse bis auf Justinian herab erzählen.
Zugleich nahm sie innerhalb dieser ersten 10 Bücher allerhand
Detail auf, ohne von dem ursprünglichen Text etwas zu streichen
oder ihn einer freieren Bearbeitung zu unterziehen. Vielmehr
geschieht diese Aufnahme rein äusserlich, kaum dass hie und
da eine verbindende Partikel zu dem Text des Eutropius hinzugefügt
wird. Ja nicht einmal die Beziehungen, welche auf
specielle Verhältnisse des Eutrop gehen, wie X 16 ingentique
apparatu Parthis intulit bellum (Julianus), cui expeditioni ego
quoqüe in t erf ui oder X 18 hie Status erat Romanae rei,
Joviano eodem et Varroniano consulibus anno urbis conditae
millesimo centesimo et octavo decimo . quia autem ad inclutos
principes venerandosque perventum est, interim operi modum
dabirwus, nam reliqua stilo maiore dicenda sunt, quae nunc non
tarn praetermittimus quam ad maiorem scribendi diligentiam
reservamus, um anderes hier unerwähnt zu lassen, sind gestrichen.
Es ist dieselbe Gedankenlosigkeit, mit welcher
Orosius das breviarium ausschrieb oder Cassiodorus Notizen
aus Hieronymus entlehnte, wie z. B. die zum Jahre 141 n. Chr.
über Jerusalem, welche in dieser Fassung nur für -den in
Jerusalem schreibenden Hieronymus zu Recht besteht. Man
kann also jene Zuthaten rein ausscheiden und hat den Text
des Eutropius in dem Umfange, wie ihn die erste Recension
bietet.
Wir vermögen die Entstehungsgeschichte der zweiten
Recension noch genau zu verfolgen. Wir wissen, dass Paulus
Diaconus ihr Urheber ist, dass er dieses Werk zwischen 766
und 782 verfasst habe. So heisst es hinter der Subscriptio des
X. Buches im Codex Bambergensis und Ambrosianus (vergl.
Muratori RIS. I 80 n. 60): hucusque historiam Eutropius composuit,
cui tarnen aliqua Paulus Diaconus addidit. Eben dasselbe
steht im Monacensis allerdings von jüngerer Hand und
nach Bethmann’s Untersuchungen (in Pertz’s Archiv X 307)
in den meisten Handschriften, aber vermehrt um den Zusatz
iubente domna Adilperga (Adelperga Mon.) christianissima Bene-