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Frankl.
der Stadt ihm den Finger abgehauen, so wird er ihm die That
zuschreiben und als Grund davon angeben: ,Weil mich Einige
bei ihm angeschwärzt haben, und er ihren Lügen Glauben
schenkte/ Dies zeigt, dass den Menschen wohl Handlungen
zukommen, und darum haben wir behauptet, die Gahmija
leugne offenkundige Dinge. Aber auch al-Asari gleicht ihnen
in dieser Hinsicht, wenn er unsere unmittelbaren Handlungen
uns in einer Weise zuschreibt, die für den Verstand gar nicht
fasslich ist und die er ,Verdienstlichkeit 1 = rrn ] nennt;
unsere mittelbaren Handlungen aber ohne Weiteres
Gott zuschreibt.
Unter Anderem hält unser Autor dem al-Asari entgegen,
dass er gar nicht berechtigt sei, aus der Schöpfung auf den
Schöpfer zu schliessen. Ergab sich doch der Schluss aus dem
Werke auf die Macht des Meisters und aus der Vollkommenheit
des Werkes auf die Gerechtigkeit und Kenntniss des Meisters
aus der analogen Erfahrung, die wir aus dem Verhältnisse
unserer Handlungen zu uns geschöpft hatten. 1 Sagen wir
aber, unsere Handlungen hingen nicht von uns, ihren offenkundigen
Thätern und Vollbringern ab, sondern von einem
Anderen, dessen Einwirkung sich jedem Nachweise entzieht;
dann fehlt uns jede Handhabe, aus der Schöpfung auf einen
Schöpfer schliessen zu können.
Eine und dieselbe Handlung kann nur von Einem, nicht
von Zweien zugleich abhängig sein. Zwischen dem Mächtigen
und dem Gegenstände seines Vermögens herrscht nämlich eine
viel innigere Beziehung vor, als wie etwa zwischen dem Wissenden
und dem Gegenstände seines Wissens, welcher Gemeingut
Vieler sein kann.
Zweck der göttlichen Sendung durch den Propheten war,
die Menschen auf eine so hohe Stufe der Glückseligkeit zu
bringen, wie sie ohne dieselbe unerreichbar für sie geblieben
wäre. Er hat Allen die Offenbarung in gleicher Weise vorgelegt,
sie Alle gleich sehr befähigt, die Glückseligkeit, welche
sein Wort ausströmt, in sich aufzunehmen. Der in Wirklichkeit
Ungläubige hatte ebenso gut, wie der Gläubige, die Macht
1 Vgl. oben Seite 187 u. ff.