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Frankl.
Bisr’s Ansicht, die wohl bei Sähr. und im Maw. erwähnt
wird, fehlt bei unserem Autor. Wir übergehen sie deshalb,
zumal die eigentliche Tendenz Bisr’s aus den genannten Quellen
nicht deutlich wird.
Im Namen eines Abbäd 1 berichtet unser Autor, er habe
die Frage dadurch zu lösen gemeint, dass er sagte, die Schmerzen
des Kindes und der Thiere müssten gut sein, auch ohne
dass damit eine Vergeltung oder ein Lohn verbunden wäre;
denn wäre dies der Fall, dann müsste dieser sicherlich in der
gegenseitigen Belohnung bestehen. Welcher Unterschied bestände
aber dann zwischen dem geistig entwickelten Menschen,
der gegen böse Triebe und dgl. anzukämpfen hatte und so
seinen Lohn sich errungen, und dem unentwickelten Kinde
oder dem unvernünftigen Thiere? Und dass gar kein Unterschied
bestehe, wäre doch höchst unbillig. Das Ungenügende
und Ungereimte dieses Raisonnements nachzuweisen, fällt
Joseph nicht schwer. Er gibt zu, dass ein Unterschied zwischen
dem Erwachsenen und dem Kinde bestehen müsse. Dieser
aber besteht nicht darin, dass des Kindes Leid unbelohnt
bleiben dürfe, sondern das Kind und das Thier finden im
Jenseits Entgelt ihrer Schmerzen, aber ohne Ehre, während
die Erwachsenen reichen Lohn und Ehre finden.
Die Annahme der Seelenwanderung, welche unser Autor
der Äbdija 1 vindicirt, erklärt er gleichfalls aus dein Streben,
1 u. 2 Steht Abbäd zur AbdTja in Beziehung, ist er ihr
Stifter? Unser Autor lässt keinen Zusammenhang vermerken. Auch scheint
die Antwort Abbäd’s ganz überflüssig, wenn die Metempsychosis schon
angenommen war. Büsst nämlich die Menschenseele im Leibe des Tliieres
oder des unentwickelten Kindes ihre früheren Vergehungen ab, dann
brauchen ihre gegenwärtigen Leiden nicht erst besonders gerechtfertigt
zu werden. Nun lässt sich wohl denken, dass die Schüler über ihren
Meister weiter hinausgingen, dass Abbäd vielleicht Bedenken haben mochte,
zur Seelenwanderung, die denn doch dem Isläm fremd war, wenn auch
nicht blieb, Zuflucht zu nehmen, während seine Schüler dies ebenso ungcseheut
thaten, wie die Hajitija. Mit Sicherheit lässt sich Nichts in dieser
Sache bestimmen. Von den Mutaziliten, welche den Namen Abbäd führen,
C
kommt nur Einer ernstlich in Betracht, und zwar Abbäd al-Dumairi (Maw.
152) oder al-Saimari (Maw. 254). Gelegentlich, da Zahir al-Isfaraini über
die Himärija spricht, erwähnt er auch Abbäd’s ibn Suleimän al-Saimari
(Daimari) und seiner Ansicht, dass diejenigen, welche Gott bei dem Mash
(Transformation) in Alfen und Schweine verwandelt habe, nachher Men-