Ein mutazilitischer Kalam.
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und in solche, deren Ausführungsart unserer Willkür anheimgegeben
ist, wie z. B. die Bezahlung einer Schuld, wo es uns
freisteht, diese oder jene Münze zu wählen, wenn sie nur vollwichtig
ist.
Unsere Absicht bei dieser Eintheilung der Handlungen
ist die Erklärung alles dessen, was für uns Menschen betreffs
der Billigkeit und Gerechtigkeit sich mit Nothwendigkeit ergibt;
denn die Männer des Isläh machen Gott alles das zur
Pflicht, was den Menschenkindern zum Frommen und zum
Nutzen gereicht. In Wirklichkeit aber kann dies ihm nicht als
pflichtgemäss zugeschrieben werden. Wir können aber Wohlthat
von Pflicht nicht genügend sondern, wenn wir nicht zuvor
diese Begriffe klar erfasst und abgegrenzt haben. Im Begriffe
des Guten liegt es, dass wir erkennen, es selber ziehe
uns an. Dadurch fallt die Ansicht derer, die behaupten, das
Gute sowohl, wie das Bose werde von uns Menschen nur wegen
des zu erzielenden Vortheiles wegen, oder um der Abwehr
von Schmerzen willen geübt. Daraus ergäbe sich die Consequenz,
dass Gott’ dann weder das Gute noch das Böse üben
dürfte, weil er durch Nichts in Vortheil oder Nachtheil gerathen
kann; oder, dass, wenn er sie übte, die Principien göttlichen
Waltens anders geartet sein müssten, als die menschlichen
Handelns. Wir erkennen aber einen tiefgehenden
Unterschied zwischen der Natur des Bösen und der Natur des
Guten. Und darum mussten wir erklären, dass das Böse
schlechthin frei und haar sei von allem Guten, also in ihm
selbst keinerlei Anziehungskraft für uns ruhen könne und dass
nur Bedürfniss u. dgl. uns zu dessen Uebung veranlassen können.
Fällt aber diese Veranlassung, dann enthalten wir uns
auch des Bösen, weil es uns nicht anzieht. Das Gute aber
zieht uns durch sich selbst an, auch wenn kein Bedürfniss
uns dazu treibt. Zu diesem Zwecke haben wir der Untersuchung
dies Capitel vorausgeschickt. Aber auch die Natur
des Bösen bedarf der Besprechung wegen der Gabariten, weil
sie behaupten, Gott übe Gewalt, ohne dass dies für ihn etwas
Böses sei. Ist aber erwiesen, dass Acte der Gewalt, von uns
Menschen verübt, böse sind, dann hören sie auch nicht auf
dies zu sein, wenn Gott sie verübt. Wisse, das Böse lässt sich
nicht wieder in Theile zerlegen, wie das Gute, wenn auch ein