Ein mutazilitisclier Kaläm.
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um die Menschen zur Gottesfurcht anzuleiten, zum Zwecke
des ms’ 1 ?. 1 und ihr Leiden wird ihnen reichlich im Jenseits
gelohnt werden. 2
In der Körperwelt unterscheiden wir lebende und leblose
Dinge. Lebend nennen wir Alles, was Träger des Vermögens
und Wissens entweder ist oder werden kann. Für
leblos halten wir Dasjenige, dem jene Prädicate nie und nimmer
zukommen. Da dem göttlichen Wesen aber Vermögen und
Wissen zugesprochen werden müssen, darum darf es nicht dem
leblosen Metall verglichen werden, sondern ihm muss auch das
Prädicat des Lebens unbedingt zugesprochen werden.
Eine der wichtigsten Lebensäusserungen ist die Empfindungsfähigkeit.
Empfindung tritt bei jedem lebenden Wesen,
das nicht durch besondere Verhältnisse daran gehindert wird,
sofort zu Tage, wenn ein Gegenstand der Empfindung für dasselbe
vorhanden ist. Die Hindernisse nun liegen einerseits in
der relativen Schwäche oder Krankheit der Organe, andererseits
in räumlichen Verhältnissen. Gott aber bleibt unbeirrt
von diesen Hindernissen, da er keine Organe hat, in denen
sein Leben pulsirt, sondern seinem Wesen nach lebend ist, da
er ferner auch von den Grenzen des Raumes nicht beengt
wird. Ihm muss demnach Empfindungsfähigkeit zuerkannt werden.
Wann und wo etwas sichtbar oder hörbar wird, sieht
1 Von den Karäern gebildet aus der hebräischen Wurzel Der entsprechende
griechische Ausdruck heisst im Mulitawi: (lies
/.ußfpwjm?.
2 Zur Sache wären besonders die verschiedenen Ansichten hierüber im Mawäkif
p. 151 und ff. namentlich p. 152 zu vergleichen. Der Zusammenhang
der letzten Gedanken ist zu eigenthiimlicli, die Rechtfertigung
der Prädicate Macht und Wissen durch ein dem Leben entnommenes
Beispiel und durch Davids Gebühren vor Achisch ist zu kühn, als dass
wir nicht, wenn wir demselben Zusammenhänge und denselben Beispielen
in einer anderen Schrift wieder begegnen, darin ein Argument finden
sollten, wenn sonst Nichts im Wege steht, diese unserem Autor zuzuerkennen.
Darauf gestützt möchten wir auch die ,Fragen des Abu-Iakub‘,
deren Autor bisher noch nicht mit Sicherheit bekannt ist, unserem Autor,
der ja gleichfalls Abu-Iakub heisst, zuschreiben. Darüber an einem andern
Orte.