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Frankl.
a. 1. Theil: Das Einheitsbekenntniss.
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Die Offenbarung für sich ist ungenügend und bedarf der
Stütze speculativer Erkenntniss, welche ihr theilweise sogar
Vorarbeiten muss. Der Prophet, der als Gesandter Gottes Träger
der Offenbarung ist, darf nicht einzig und allein auf Grund
seiner Behauptung vollen Anspruch auf Glaubwürdigkeit erheben;
denn dann hätte sein Gegner dasselbe Recht. Vielmehr
muss der Sendling Gottes sich legitimiren durch ein Wunderzeichen,
das in einer Aenderung der Naturgesetze besteht. Vermögen
wir das Wunderzeichen auf natürlichem Wege zu erklären,
dann hat es seine Beweiskraft verloren. Desgleichen
verdient der Inhalt dessen, was der Prophet im Namen Gottes
kündet, nur dann geglaubt zu werden, wenn wir erkannt haben,
dass, wer ihn gesandt, auch wirklich unser Bestes will, und
dass er nie und nimmer zur Täuschung seine Unterstützung
leihen würde. Erst, wenn dies gesichert, erlangt das Wort des
Propheten seine Geltung. Die Erkenntniss der Existenz, der
Macht und der Weisheit des Schöpfers muss daher unbedingt
vorangehen der Prüfung irgend einer prophetischen Sendung.
Aus den Worten des Propheten die Existenz und die Weisheit
Gottes, also die Grundlagen für die Wahrhaftigkeit der
Offenbarung zu beweisen, hiesse in einem Zirkel sich bewegen
und könnte zu Nichts führen. Die Prüfung der Offenbarung
auf dem Wege geistiger Erkenntniss führt aber auch zur Beruhigung
unseres Herzens. Gibt es ja verschiedene einander
widersprechende Bekenntnisse. Ein jedes hält sich für allein
selig machend und verdammt die Bekenner anderer Religionen.
Es ist daher die Prüfung des Glaubensinhaltes für die Gemiithsruhe
eines Jeden unerlässlich. Sonst unterläge er der
Pein qualvoller Zweifel.
Ist nun das Wort des Propheten nicht genügend zum
Beweise für die Existenz eines mächtigen und weisen Schöpfers,
ist Gott auch ferner durch die Sinne nicht wahrnehmbar,
dann gibt es nur Eine Methode, die zur Erkenntniss Gottes
führt: Den Schluss aus der Schöpfung auf einen Schöpfer.
Kurz fasst unser Autor alles bisher Gesagte zusammen
in die Worte: