Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ein  mutazilitisclier  Kaläm.

179

I.  Abschnitte  vom  Einlieitsbekenntniss  =  nn’VT  [’pis]  ny®
II.  Abschnitte  von  der  Gerechtigkeit  und  Billigkeit  =
“iwTHi  pnsn  [’pia]  ny®
Von  den  43  Capiteln  des  Muhtawi  kommen  19  auf  den
ersten  Theil,  24  auf  den  zweiten.  Von  den  33  Abschnitten
des  Compendiiun’s  kommen  22  auf  den  ersten  Theil  und  nur
11  auf  den  zweiten.  Das  liegt  daran,  dass  im  2.  Theile  des
grösseren  Werkes,  wie  wir  noch  später  zeigen  werden,  gegen
die  verschiedensten  Schulen  polemisirt  wird,  was  sich  mit  dem
pädagogischen  Zwecke  des  Compendiums  nicht  vereinbaren  liess.
Was  ist  nun  der  Zweck  des  ,Einheitsbekenntnisses'  und
was  der  Inhalt  der  ,Gerechtigkeitsgruppe'  ?
Wir  führen  zunächst  all’  die  Stellen  an,  in  denen  der
Autor  selbst  eine  Andeutung  dessen  gibt,  was  in  die  eine  oder
die  andere  Gruppe  gehört.  Zum  Schlüsse  des  22.  Capitels
des  Compendium’s  sagt  Joseph:  Nun  sind  wir  zu  Ende  mit
den  fünf  Principien  des  göttlichen  Einheitsbekenntnisses.  Diese
sind:
I.  Die  nothwendige  Annahme  von  Atomen  und  Accidenzen.

II.  Die  nothwendige  Annahme  eines  Schöpfers.
III.  Die  nothwendige  Annahme  von  Attributen  [Zuständen]
Gottes.
IV.  Die  nothwendige  Zurückweisung  von  Attributen,  die
ihm  nicht  zukommen.
V.  Gottes  Einheit  trotz  der  Mehrheit  seiner  Attribute
[Zustände].
Was  nun  der  Entwicklung  dieser  Principien  folgte,  wie
die  Widerlegung  der  Ansichten  derer,  die  da  behaupten,  dass
Gott  ein  körperliches  Wesen  sei,  dass  es  zwei  Gottheiten  gebe
u.  dgl.  5  alles  das  wurde  demjenigen  klar,  der  die  vorhergegangenen ­
  Principien  eingesehen.  Wir  können  daher  getrost  zu
den  Abschnitten  über  Gottes  Gerechtigkeit  und  Billigkeit  übergehen. ­
  Ist  ja  unser  Zweck  die  Erkenntniss,  dass  Gott  den
Frommen  lohnet,  und  dass  es  an  ihm  ist,  den  Frevlern  zu  vergelten. ­
  Dies  führt  uns  dahin,  dass  wir  festhalten  an  den  Geboten ­
  der  Erkenntniss  und  den  Satzungen  der  Lehre;  denn
'  12*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.