Ein mutazilitischer Kal am.
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sowie den wegen ihrer Liberalität bekannten Bibliotheksverwaltungen
in Leyden und St. Petersburg für die Freundlichkeit,
mit der mir die Handschriften zur Verfügung gestellt
wurden, meinen ergebensten Dank auszusprechen.
I. Gegenwärtiger Stand unserer Kenntnis» des mutazilitisclieu
Kaläin’s.
Das Studium der muslimischen Religionsphilosophie ist
jünger als das der arabischen Philosophie. Das Interesse
daran war ein geringeres; denn, während die arabische Philosophie
sichtlichen Einfluss übte auf die Entwicklung der
christlichen Scholastik, weil sie ihr den Aristotelismus, wenn
auch nicht rein und unvermischt, zuführte, hat die muslimische
Religionsphilosophie, ihrer Natur nach nationaler gefärbt, wohl
nie auf die christliche Scholastik eingewirkt, wohl nie den
Boden des Monotheismus verlassen; wir sagen des Monotheismus,
nicht des Islands, denn die nmtazilitische Bewegung
machte auch in jüdischen Kreisen sicli geltend. Es war nicht
blosser Zufall, dass bis auf das Bekanntwerden des berühmten
Buches Sahrastäni’s über die Secten', des Maimonides ,Doctor
perplexer und die vorzüglichste Quelle war, aus der man die
Lehrmeinungen der arabischen Religionsphilosophen schöpfte.
Vielmehr liegt der Grund dieser Erscheinung darin, dass die
in arabischen Ländern lebenden Juden stets auf der Bildungshöhe
ihrer Zeit, richtiger ihrer Umgebung, gestanden haben,
so dass die Ctiltur des Landes, wo sie wohnten, nach der ihrigen
bemessen werden kann. Wenn Maimonides, der in Spanien
geborene und erzogene Zeitgenosse des Averroes — von diesem
i ü 11 ^ JJL4JI i_.l ■'V von Cureton arabisch edirt. Wir citiren nach
Haarbriicker’s Uebersetzung ,Abü-’l Fatli Muhämad asch-Schahrastani’s
Religionsparteien und Philosophenschulen' Halle 1850, wodurch dies
Werk auch weiteren Kreisen zugänglich gemacht wurde. Auch dem Fachmann
kommt das Register sehr zu statten, ebenso die Anmerkungen, in
denen viel Werthvolles aus einer ähnlichen Schrift Zäliir’al-Isfäraini’s
mitgetheilt wird.