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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Frankl.

Philosophie  auszuführen  beabsichtigte;  könnte  eiu  Anfänger
auch  nur  mit  einiger  Aussicht  auf  Erfolg  daran  sieh  wagen  ?
Dürfen  aber  darum,  weil  ein  früher  Tod  jenen  gelehrten  Forscher ­
  von  einem  thatenreichen  Leben  abberief,  ehe  er  jene
Absicht  ausführte,  die  bedeutenden  Schriften  eines  Mütaziliten
aus  dem  10.  Jahrhundert  der  Wissenschaft  noch  ferner  fremd
und  unbekannt  bleiben?
Da  mir  nun  nicht  bekannt  war,  dass  irgend  eine  berufenere
Kraft  der  Ausführung  dieser  lohnenswerthen  Arbeit  sich  zuwende, ­
  habe  ich  mich  daran  gewagt,  und  ich  hoffe,  durch  eine
sorgfältige  Edition,  Uebersetzung  und  Erklärung  dieser  Schriften,
was  allerdings  ein  mehrjähriges  Studium  derselben  und  eine
fleissige  Benützung  der  sonstigen  Quellen  voraussetzt,  dereinst
die  Kunde  des  mütazilitischen  Kaläm’s  bedeutend  fördern  zu
können.
In  dieser  Schrift  beabsichtige  ich  blos,  die  wissenschaftliche ­
  Bedeutung  der  mir  vorliegenden  Schriften  Joseph  al-Basirs
sowohl  hinsichtlich  ihrer  Form,  wie  ihres  Inhalts  darzulegen
und  so  die  Hoffnung  wieder  zu  erwecken,  dass  wir  noch  einmal ­
  ein  wohlgelungenes  Bild  eines  Kaläm’s,  wie  er  aus  der
mütazilitischen  Schule  hervorging,  werden  betrachten  und  genau
prüfen  können.
Meiner  Darstellung  liegen  zu  Grunde:
Zwei  Handschriften  des  grösseren  Werkes  ,A1-Muhtawi‘  ,
(Sepher  Neimoth),  von  denen  die  ältere  im  Codex  41  Warner,
enthalten  ist,  also  der  Leydner  Universitäts-Bibliothek,  die
jüngere  der  kaiserlichen  Bibliothek  in  St.  Petersburg  angehört.
(MS.  Nr.  687.)
Drei  Handschriften  des  Compendiums  .Machkinuith-Pethi'.
Das  älteste  M.  S.  ist  wieder  das  Leydner.  (Cod.  41  Warn.  III.)
Die  beiden  jüngeren  bilden  die  M.  S.  NN.  688  u.  689  der  St.  Pet.
Bibi.  Nr.  689  ist  unvollständig.
Im  Allgemeinen  lässt  sich  von  den  Codices  nur  das  sagen,
dass  die  Lesarten  des  Leydner  Codex  meist  die  richtigeren
sind,  besonders  in  der  Wiedergabe  der  fremden  (griechischen
und  arabischen)  Ausdrücke.
Ich  kann  es  mir  nicht  versagen,  an  dieser  Stelle  dem
hohen  deutschen  Bundeskanzleramte  für  die  erfolgreiche  Verwendung ­
  bei  der  h.  niederländischen  und  russischen  Regierung,

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