86
Müller.
dieser II. Beitrag - zur Kenntniss der Rom-Sprache die Wissenschaft
irgendwie fördern sollte, so muss dieses Verdienst vor
allem dem erwähnten ebenso liebenswürdigen wie gelehrten
Edelmanne zugeschrieben werden.
In Betreff der Transcription bemerke ich, dass es dieselbe
ist, welcher Herr Graf Wratislaw Mitrowic in seinem Werkclien
sich bedient; sie stimmt im Ganzen mit jener Puchmayer’s
überein.
Paramisia.
Märchen.
1.
Varekai ehas jelc bachtalo somniakuno devel tlie jek coro
Irgendwo war ein glücklicher goldener Gott und ein armer
vom; leske has dui cavore, the jov ehas akana coro, ke
Zigeuner 1 ; ihm waren zwei Kindlein, und er war so arm, dass
peske nane niSt ehas. Gelas peso andro veseste, kai haclas
ihm nicht nichts war. Ging zu Fuss in den Wald, dort fand (er)
jek phuri romnia; phenel i phuri romni: jkarik dzies core
eine alte Frau; sagt die alte Frau: ,wohin gehst (du) armer
romejaP — „0 pliura romnije dzav cak ndoi, kai dzanav
Zigeuner? 1 — „0 alte Frau (ich) gehe nur dorthin, wo (ich) weiss
core cavorenge vareso te delamel. Palot, te man okai dzanavas
armen Kindlein etwas zu bekommen. Dann, wenn ich dorthin wüsste
pirel, pal tuke helfiravas.“ — , Uzar core romeja! odoi
gelangen, dann dir (ich) helfen möchte.“ — ,Warte armer Zigeuner! Dort
dza kia ode felicin, vai odoi hi jek bar, les oda cilav,
gehe zu diesem Schloss, denn dort ist ein Stein, diesen da bewege,
pal tuke avela odoi adeci love, kai lidzeha gonenca
dann dir kommen wird so viel Geld, dass tragen wirst mit Säcken
*) Weicht vom Original ab. Vgl. dasselbe.