Zendstudien. III.
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Bei dem ersteren Falle, nämlich dem Nominativ singul. der
Participia praes. act. in -ant ist die Sache ganz so wie hei einzelnen
mittelst des Suffixes -tar gebildeten Formen aufzufassen, welche
ich im zweiten Hefte dieser Studien besprochen habe; für den
zweiten Fall bieten eine ganz passende Analogie die Themen
in -anh = altind. -as, welche als letztes Glied in Compositis
sich in -a auslautend (entstanden aus as) repräsentiren, vgl.
-tbaeia, -dvaesa, -cina, -baodha, -cjarena, -paepa, -fratha, -bareza,
welche für -tbaesanh, -dvaesanh, -cinanh, -baodhanh, -qarenanh,
-paecaiih, -frathanh, -barezanh stehen. Es ist also anzunehmen,
dass geradeso wie die Themen auf -anh in solche auf -a übergegangen
sind, ebenso aus den Themen auf -an Themen in -a
sich entwickelt haben. Diese Ansicht scheint um so richtiger
zu sein, als die Entwicklung von Themen auf -an zu Themen
auf -a nicht nur im ersten Gliede eines Compositums, sondern
auch im letzten Gliede desselben sich nachweisen lässt. Man
begegnet nämlich Formen wie -afcma, -acriia, -casma, -dasma,
neben den Themen -afpman, -acman, casman, -dasman u. s. w.
II. Ueber die Zeichen w, jo und w*.
Die Laute, welche unter den Formen dieser drei Zeichen
im Altbaktrischen uns entgegengetreten, sind, so oft sie auch,
namentlich in den Handschriften, mit einander wechseln, doch
von einander, was ihren Ursprung und etymologischen Wex-th
anbelangt, sehr verschieden.
Das erste der Zeichen, nämlich w, ist nichts anderes als der
Ausdruck für einen durch vorhergehendes y abgefärbten a-Laut,
in derselben Weise wie dieses a durch den Einfluss vorhergehender
Labiallaute zu \ verdunkelt wird; z. B. pVc/IX (yezi)
= altind. yadi, (yehe), (uer-dw(yenhe) = altind. yasya,
(kärayeiti) = altind. kärayati, (ätäpayeiti)
= altind. ätapayati, XU (yesti) = altind. isti (= yasti).
In den Formen (yirna), (‘JCZ (yhn) — altind. yama, yam
erscheint diese Abfärbung bis zum i durehgeführt.
Diesem Ursprünge entsprechend ist w ein durchwegs
kurzer Vocal (nicht anceps, wie Spiegel, Altbaktrische Grammatik,
S. 55, bemerkt) und hat mit den beiden, folgenden,
nämlich jo und w“, nichts zu schaffen.