68 p« zraaier. Erfindung und Gebrauch der chinesischen Schriftgattungen.
SU ^ Kiün-sse. Er erfand die gangbare Schrift. Diese ist
eine kleine Unrichtigkeit der richtigen Schrift. Sie trachtet,
dem Wechsel der Schrifttafeln zu folgen, mengt sich ein und
zieht umher. Desswegen heisst sie die gangbare Schrift. Wangngan
sagt: Unter denen, welche seit den Zeiten der Tsin kunstvoll
schrieben, erwarben sich viele durch die gangbare Schrift
einen Namen. So war einst ^ TU Tschung-yuen-tschang
geschickt in der gangbaren und vertraulichen Schrift. 1 Später
erfanden Wang-hi-tschi und Hien-tsclii deren Gipfelung.
Lieu-te-sching erwarb sich zu den Zeiten der Kaiser
Hoan und Ling durch die Erfindung der gangbaren Schrift
ausschliesslich einen Namen. Durch Bilden der Pflanzenschrift
zeigte er das Reichliche, Gefällige und Ueppige. Er war sichtlich
umschränkt und schritt allein. Um die Zeit richteten sich
m « Plu-tschao und Tschung-yao nach seinem Vorbilde,
jedoch der Schriftkörper des Geschlechtes Hu ist äusserst
mager. Ein Jeder von ihnen hatte ebenfalls das Treffliche
Te-scliing’s.
I Wang-sieu von Tsin führte den Jünglingsnamen
tr m King-jin und war geschickt in der gangbaren Schrift.
Er begab sich zu dem Manne des rechten Kriegsheeres 2 und
bat um eine Schrift. Dieser verfertigte eine Abschrift der von
Tung-fang-sö verfassten Lobpreisung der Malerkunst und gab
sie ihm. Wang-seng-kien sagt: Die Schrift King-jin’s erschöpft
beinahe das Wundervolle. — So oft Wang-tse-king sie
durchblickte, sagte er: O Wunder! Sie bedrängt die Menschen 3 .
1 Sonst auch die niederdrückende Schrift genannt.
2 "Wang-hi-tschi.
3 Die Entscheidungen über die Schrift.