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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

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Pfizmaiei*.

Geist  im  Durchschneiden  und  Abschneiden,  dieses  mag  immerhin ­
  schön  sein.  Handelt  es  sich  aber  um  Dinge  wie  Bethätigung
  des  Hohen  und  Tiefen,  der  Wind  des  Ungeschmückten
des  Stoffes,  so  erreicht  er  in  beiden  nicht  seinen  Meister.
Gleichwohl  ist  ein  Jeder  der  Alleinschreitende  der  Gegenwart
und  des  Alterthums.

Die  Zeichen  der  hastig  vollendeten  Abschnitte  der  von
Pe-ying  gebildeten  Pflanzenschrift  der  Abschnitte  wurden  mit
einem  einzigen  Pinselstriche  zu  Stande  gebracht.  Sie  vereinigten
sich  von  selbst.  Man  konnte  dieses  die  Gipfelung  der  Veränderungen ­
  und  Verwandlungen  nennen.  Yang-hin  sagt:  Tschangtschi,
  Hoang-siangTschung-yao  und  Sö-tsing  hiessen  zju  ihrer
Zeit  Höchstweise  der  Schrift.

Tschang-tschi  war  geschickt  in  der  Pflanzenschrift  der
Abschnitte,  ^  Thsui-yuen  sagte,  Drachen  erheben  sich,
Leoparden  verändern  sich,  das  Grüne  komme  aus  dem  Tiefblauen ­
  hervor.  Ferner  bildete  er  die  heutige  Pflanzenschrift.
Der  Himmel  erlaubte  das  Wunderbarste.  Es  stellt  sich  an  die
Spitze  des  Gedankens,  überschreitet  den  leeren  Raum.  Es  ist
kein  Sparen  mit  Recht  und  Unrecht.  Es  ist  wie  der  klare
von  Bergen  eingeengte  Fluss,  die  lange  Quelle.  Sie  fliesst  und
hat  keine  Grenze.  Sie  windet  sich  und  kehrt  zurück  zu  den
Uferbänken  und  Thälern.  Es  ist  Verlassen  auf  die  Bewerkstelligung
  der  Verwandlungen.  Es  sind  selbst  Krokodildrachen,
erschrockene  Thiere,  die  laufen  und  emporspringen,  es  ist  die
Kraft  des  Erfassens  und  Zusammenfassens.  Die  Hand  folgt
den  Veränderungen  des  Herzens,  im  stillen  Dunkel  weiss  man
nicht,  wohin  man  geht.  Das  Wesenhafte  ist  reif,  der  Geist
wundervoll.  Es  ist  das  Vorderste  und  Ueberragende  in  dem
Alterthum  und  in  der  Gegenwart.  Es  ist  somit  das  durch  hundert ­
  Geschlechtsalter  sich  nicht  verändernde  Vorbild.  Man
kann  es  mit  dem  Verstand  nicht  erkennen,  man  kann  es  mit
Anstrengung  nicht  suchen.  Es  ist  wie  ein  oberer  vorzüglicher
Mann,  der  wandelt  in  dem  versunkenen,  schweigenden  Bezirke,
wie  Göttervögel  und  Paradiesvögel,  die  flattern  in  der  grossen,

1  Hoang-siang  ist  eben  (S.  35)  vorgekommen.
            
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