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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

Erfindung  und  Gebrauch  der  chinesischen  Schriftgattungen.

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mehrten  Hässlichkeit  des  Augenblicklichen  und  lernte  das  verfehlte ­
  Masshalten  des  Einherschreitenden'.
Einst,  zu  den  Zeiten  der  Thsin,  stritten  die  Lehensfürsten
um  den  Vorrang.  Die  Schreibtafeln  und  gefiederten  Tafeln
wurden  überliefert.  Man  blickte  auf  die  Leuchtfeuer,  Hess  die
Postpferde  laufen.  Man  stellte  zurecht  das  Tschuen  und  die
Schrift  der  Zugetheilten.  Weil  die  Schrift  schwer  war,  kam
man  dabei  nicht  schnell  zu  Hilfe.  Man  bildete  hierauf  die
Schrift  des  Hinzueilens  bei  der  Bedrängniss.  Es  war  nämlich
die  heutige  Pflanzenschrift.  Dieselbe  war  früher  von  dem  Geschlechte
  Tu  hervorgegangen.  Das  Geschlecht  Tschang  war
ihr  Grossvater.  Das  Geschlecht  Wei  war  ihr  Vater.  Die  Geschlechter ­
  So  und  Fan  waren  ihre  Oheime.  Die  beiden  Männer
des  Geschlechtes  Wang,  Vater  und  Sohn,  kann  man  für  die
Brüder  halten.  Die  Männer  von  dem  Geschleckte  Pö  waren
die  gemeinen  Söhne.  Die  Hälfte  waren  Knechte  und  Zugetheilte.
  Sie  überblickten  es  und  stellten  es  in  Ordnungen.  Sie
Hessen  auch  nicht  ausser  Acht  die  Gedanken  des  Fürsten  von
dem  Geschlechte  Thsang  bei  Betrachtung  der  Fussspuren  der
Vögel.  Sie  machten  vorläufig  zur  Grundlage  das  Auseinanderstehende ­
  und  das  Dichte.  Einige  hatten  die  Kraft  des  Fliegens,
  Laufens,  Fliessens  und  Ergiessens,  die  Luft  des  Erschrockenseins, ­
  Bangens,  des  Steilen  und  Abgerissenen,  das
Aussehen  des  Strömenden,  Grossen  und  Zierlichen,  den  Vorsatz
des  Ucberschreitens,  Vorbeigehens  und  Uebersiedelns.  In  hundert ­
  Körpern,  tausend  Gestalten  durchdrangen  sie  deren  Kunstfertigkeit. ­
  Wie  könnte  diese  im  Allgemeinen  erörtert  werden  2  ?
W-  #0  Jü-tschün  sagt:  Pflanzenschrift  hersteilen,  ist
Umrisse  bilden.  Yao-tschä  sagt:  Die  Pflanzenschrift
ist  gleichsam  die  grobe  Schrift.  Die  Grundlage  bilden,  heisst
3|b  Kao  ,Stroh 4  -1  Die  Erwägungen  bei  der  Verfertigung  des
Schriftschmuckes  gehen  nämlich  hiervon  aus.  Der  Erfinder

1  Das  absprechende  llrtheil  Tschao-yi’s  über  die  Pflanzensehrift.
2  Die  von  dem  Manne  des  Geschlechtes  Wang,  dem  Anführer  des  rechten
Kriegsheeres,  als  Einleitung  verfasste  Stärke  der  Pflanzensehrift.
3  ’fjf  Tsao-kao  .Pflanzen  und  Stroh*  bezeichnet  die  Umrisse,  den
rohen  Entwurf.  >
            
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