42
Pfizmaie r.
Dienern. Die Kraft des Pinsels war gewaltig und übertraf
alles in der ganzen damaligen Zeit. Er sagte einst zu den
Dienex'n des Hofes: Das Lernen der Schrift ist ein kleiner
Weg. Das Verdienst ist keineswegs ein hastiges Streben. Wer
eine Zeitlang mit den Gedanken verweilt, bringt es noch immer
weiter, als zur Verwerfung der Tage. Bei der Beschäftigung
mit den schönen Künsten gab es noch Niemanden, der gelernt
und sie nicht erworben hätte '.
Tai-tsung suchte in dem Zeiträume Tsching-kuan (627 bis
649 n. Chr.) nach wahren Handschriften des Mannes des Geschlechtes
Wang von dem rechten Kriegsheere und Anderer.
Er nahm das Gold und die Seidenstoffe der kaiserlichen Sammelhäuser
hervor und gab in bedeutendem Masse Vergütung
und Belohnungen. In Folge dessen kamen die im Besitze der
Menschen befindlichen alten Texte in Mengen und vollständig
zum Vorschein 2 .
Tschung-yao führte den Jünglingsnamen fiji - yjj Yuentschang.
Er verstand sich überaus gut auf die Schrift. Die wahre
Schrift seiner Lehrer Tsao-hi, Tsai-yung 3 und |iS 0|J
Lieu-te-sching war überaus wundervoll. Er übertraf noch die
Lehrer. Härte und Weiche waren vorhanden. Zwischen den
Punkten und Strichen gab es viele merkwürdige Züge. Selbst
bei göttlicher Erleuchtung war dieses nicht vorhanden. Man
kann sagen, dass das Abgeschlossene und Tiefe ohne Grenze
und dass an alter Zierlichkeit Ueberfluss war. Seit Thsin und
Han war er hierin der Einzige. Sucht man an ihm das völlig
Gute, das völlig Schöne, so hat man an einem Fuchspelz
einen Aermel von Lammfell. Seine gangbare Schrift kommt
derjenigen Hi-tschi’s zunächst. Seine Tschuenschrift steht unter
derjenigen der Männer der Geschlechter Sö 4 und Wei 5 . In
der Schrift der acht Theilungen hat man die Steintafel des
Empfanges der Altäre der Landesgötter durch Wei. Man
rühmt diese als das Vorzüglichste.
1 Tschang-hoai-kuan’s Ordnungen der Weise der Schrift.
2 Wei-schö’s Geschichte der Weise der Schrift.
3 Tsao-hi und Tsai-yung sind oben (S. 35) erwähnt worden.
4 Der oben (S. 13) vorgekommene Sö-tsing.
5 Der oben (S. 12) vorgekommene Wei-tsehang.