Erfindung und Gebrauch der chinesischen Schriftgattungen.
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Die andere Hälfte raubte ^ Sün-ngen, als er in Kuei-ki
geschlagen wurde ', und entfernte sich mit ihr.
Zu den Zeiten von Tsin verfertigte ein den Geschäften
obliegender Jüngling absichtlich ein Schleppkleid aus feinem
weissem Flor. Er zog es an und begab sich zu Tse-king.
Dieser nahm es einfach und versah es mit Schrift. Die richtigen
Körper der Pflanzenschrift waren sämmtlich darauf hergestellt.
Auf den beiden Aermeln und den Aufschlägen waren,
die Wege gleich. Der Jüngling bemerkte, dass die Leute der
Umgebung des Mannes von dem Gescldechte Wang Miene
machten, auf ihn einzudringen und es zu entreissen. Er ergriff
das Schleppkleid und entlief. Die Leute der Umgebung
setzten ihm wirklich nach. Vor dem Thore balgten sie sich
und rissen es in Stücke. Der Jüngling erhielt kaum einen
Aermel 2 .
Kaiser Wu von Liang sagt in den Betrachtungen der
Weise der Schrift Tschung-yao’s:
Tse-king erreicht nicht Yi-schao. Yl-schao erreicht nicht
Yuen-tschang. Tse-king nachahmen, ist so viel als einen
Tiger malen. Yuen-tschang nachahmen, ist so viel als einen
Drachen malen. ^
Ist das Drehen des Pinsels schief, so hat man keine
Stacheln und Hörner. Ist die erfassende Hand schlaff, so ist
die Schrift nachlässig und schwach. Ist das Ziehen der Punkte
kurz, so ist die Weise umschliessend und geschwollen. Ist das
Ziehen der Punkte lang, so ist die Weise getrennt und versiegend.
Zeichnet man gedrängt, so sind die Schriftzeichen
schräg. Zeichnet man weit auseinander stehend, so zeigt die
Gestalt Verachtung. Hält man fest, so ist Mangel an Kraft.
Lässt man los, so ist auch wenig Weise. Bei lauter Knochen
ist nichts Einschmeichelndes. Bei lauter Fleisch ist keine
1 Sün-ngen plünderte im dritten Jalire des Zeitraumes Fung-ngan (399 n.
Chr.) die Provinz Kuei-ki und brachte sie zum Falle. Er wurde durch
Lieu-lao-tschi geschlagen.
2 Yii-ho’s Erörterungen der Schrift.