Erfindung und Gebrauch der chinesischen Schriftgatfcungen.
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Tai-tsung erörterte einst nachträglich die in den Geschichtschreibern
von Tsin enthaltenen TJeberlieferungen von dem
Manne des rechten Kriegsheeres 1 mit den Worten : Die Schrift
des Mannes von dem Geschlechte Tschung 2 breitet das Feine.
Sie theilt kräftig das Auseinanderstehende und Dichte. Rother
Wolkendunst dehnt sich, Wolken rollen sich zusammen, es ist
nirgends eine Lücke. Nur ist ihr Körper alt und nicht von
der gegenwärtigen Zeii. Die Schriftzeichen sind lang und überschreiten
das Maass. Hien-tschi 3 hat zwar die Gewohnheit
seines Vaters, er besitzt aber sonst keine neue Kunstfertigkeit.
Seine Schriftzeichen sind auseinander stehend und mager gleich
den verdorrten Bäumen des kalten Winters. Sie sind ungleich
und haben weder Biegung noch Streckung. Sie sind von Dornen
umschlossen gleich den hungernden Zugetheilten eines strengen
Hauses. Sie kehren ein in Fülle, aber werden nicht losgelassen.
Siao-tsc-vün ist ohne den Geist eines Mannes. Er ist
hart wie der geringelte Regenwurm des Frühlings. Schriftzeichen
um Schriftzeichen sind wie die gekrümmte Schlange
des Herbstes. Liegend rieseln sie hernieder auf das Papier.
Sitzend legen sie sich allmälig unter den Pinsel. Wenn man
hierdurch das Vortreffliche verbreitet, wie wäre dieses kein
erschlichener Name? Somit untersucht man das Alterthum und
die Gegenwart, das Geistige des Tintensteines, das Ungeschmückte
der Schrift Tschuen. Derjenige, der durchaus vortrefflich,
durchaus schön, ist blos Wang-yi-schao.
M g H Khung-jö-se war frühzeitig verwaist. Seine
Mutter von dem Geschlechte Tschü unterrichtete ihn selbst.
Alsbald machte er durch Lernen und durch den Wandel seinen
Namen bekannt. Als er noch wenige Jahre zählte, war ein
Mensch, der mehrere Rollen Schriften von der Hand Tschüsui-liang’s
brachte. Derselbe überliess sie Jö-sse. Dieser nahm
nur eine einzige Rolle. Jener Mensch sprach: Diese Schriften
1 Der Mann von dem rechten Kriegsheere ist Wang-hien-tschi.
2 Der Mann von dein Geschlechte Tschung ist der oben (S. 11) erwähnte
Tschung-yao.
3 Der oben (S. 12) vorgekommene Wang-hien-tschi.