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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

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Z  iminerra;inn.

der  beiden  fraglichen  Willensquanta  sich  bezieht.  Da  es  nun,
um  ein  gewisses  Quantum  vorzustellen,  eines  gewissen  Quantums ­
  des  Vorstellens  bedarf,  so  ist  leicht  einzusehen,  das  die
Vorstellung  des  grossem  Willensquantums  eines  grossem  Quantums ­
  des  Vorstellens  bedürfe,  und  ebenso  umgekehrt.  Die  zu
vergleichenden  Bilder  beider  ungleicher  Willensquanta  sind
daher  selbst  ungleiche  Quanta  des  Vorstellens,  und  da  nach
der  Voraussetzung  die  Glieder  eines  ästhetischen  Verhältnisses
unter  einander  gleichartig  sein  müssen,  so  folgt,  dass  beide  ungleiche ­
  Q.uanta  des  Vorstellens  unter  einander  commensurabel,
d.  h.  auf  dieselbe  Einheit  des  Vorstellens  bezogen  sein
müssen.  Sind  sie  nun  ungleich  und  zugleich  commensurabel,  so
müssen  sie  sich  wie  verschiedene  Midtipla  derselben  Einheit
verhalten,  d.  h.  das  eine  Quantum  muss  ganz  in  dem  anderen
enthalten  sein,  aber  nicht  umgekehrt.  Nun  ist  aber  Lustgefühl
nichts  Anderes  als  das  Bewusstsein  ungehemmten  Vorstellens, ­
  und  der  Einheit  des  Vorstellens  entspricht,  sobald  dasselbe ­
  ungehemmt  stattfindet,  auch  eine  Einheit  des  Lustgefühls.
Das  Quantum  des  Lustgefühls  ist  daher  proportional  dem
Quantum  des  (ungehemmten)  Vorstcllens,  und  wenn  sich  zwei
Quanta  des  Vorstellens  als  Multipla  derselben  Einheit  verhalten,
so  müssen  es  auch  die  entsprechenden  Quanta  des  Lustgefühls.
Dem  grösseren  Quantum  des  Vorstellens  entspricht  das  grössere ­
  Quantum  des  Lustgefühls,  und  da  das  grössere  Willensquantum ­
  ein  angemessenes  grösseres  Quantum  des  Vorstellens
in  Anspruch  nimmt,  so  ist  es  ganz  unvermeidlich,  dass  das
grössere  Willensquantum  mehr  gefalle,  als  das  kleinere.
Es  erhellt  von  selbst,  dass  es  irrthümlich  sei,  zu  behaupten, ­
  das  Schöne  gehe  ,nirgends  sonst'  auf  diesem  Wege  hervor. ­
  Vielmehr,  wo  immer  verschiedene  aber  commensurable
Quantitäten  zugleich  vorgestellt  und  unter  einander  verglichen
wurden,  geschieht  dies  durch  verschiedene  Quanta  des  Vorstellens ­
  und  diesen  entsprechend  mit  verschiedenen  Quantis
von  Lustgefühl.  Ob  die  vorgestellten  Quanta  räumliche,  zeitliche ­
  oder  dynamische,  Formen  oder  Kraftquantitäten,  extensive ­
  oder  intensive  Grössen  seien,  macht  dabei  keinen  Unterschied. ­
  Nur  das  Quantum  der  Distanz  im  Auge  behalten,
gefällt  die  grössere  Distanz  neben  der  kleineren,  weil  sie  ein
grösseres  Quantum  des  Vorstellens  .(eine  häufigere  Wieder-
            
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