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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

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Zimmerma  n  n.

und  in  deren  Denkschriften  veröffentlicht  worden.  So  wird  denn
auch  nichts  dagegen  einzuwenden  sein,  wenn  deren  Erörterung
in  den  Sitzungsberichten  der  Wiener  Akademie  eine  Stelle
findet.

In  der  Abhandlung  ,Herbart’s  praktische  Philosophie  und
die  Ethik  der  Alten/  welche  zuerst  in  dem  Jahrg.  1856  der
Abhandlungen  der  Berliner  Akademie  der  Wissenschaften
erschien,  hat  Trendelenburg  Ilerbart’s  praktische  Philosophie,
,welche  den  ethischen  Grund  in’s  Aesthetische  verlegt,  und
mit  dem  Gefühl  des  Harmonischen  in  psychologischen  Mechanismus ­
  auslaufen  lässt'  (Hist.  Beitr.,  z.  Philos.  III.  Vorr.),  mit  der
Ethik  der  Alten  verglichen,  ,welche  aus  dem  tieferen  Princip
einer  inneren  Bestimmung  das  Ethische  entwarfen,  und  von
innen  her  das  Harmonische  erreichten'  (ebendass.  S.  IV.).  Der
darin  ausgesprochene  Tadel,  welcher  die  Ethik  Ilerbart’s  gegen
jene  der  Alten  entschieden  in  Nachtheil  stellt,  ist  sodann  in
dessen  ,Naturrecht'  (I.  Aufl.  §.  32.  S.  36)  nicht  nur  wiederholt, ­
  sondern  die  ganze  Abhandlung  unverändert  neben  anderen ­
  der  theoretischen  Philosophie  Herbart’s  gewidmeten  Aufsätzen ­
  in  den  dritten  Band  der  ,Historischen  Beiträge  zur
Philosophie  (Berl.  1867.  S.  122  u.  s.  f.)  wieder  aufgenommen ­
  worden.
Welches  Gewicht  seinen  Einwürfen,  als  aus  der  Feder
Trendelenburg’s  stammend,  im  philosophischen  Publicum  beigelegt ­
  wurde,  bewies,  dass  dieselben  seit  ihrem  Erscheinen
bei  jeder  sich  darbietenden  Gelegenheit  von  Beurtheilern
Herbart’s  adoptirt,  mit  dem  Anschein  der  Unwiderlegbarkeit
bekleidet,  und  erst  noch  jüngst  von  dem  Schüler  Baader’s,
Prof.  Hoffmann  in  Würzburg,  in  dessen  philosophischen  Abhandlungen' ­
  als  endgiltiges  Schlusswort  in  Sachen  einer  ,Aesthetik
  des  Willens'  gepriesen  worden  sind.
Zu  der  Erhaltung  dieses  Ansehens  mag  es  nicht  wenig
beigetragen  haben,  dass  mit  Ausnahme  einer  in  scharfem  Tone
gehaltenen  Erwiderung  Allihn’s  in  der  Zeitschrift  für  exacte
Philosophie'  (VI.  Band,  Heft  I.  S.  35—90)  die  Schule  Herbart’s,
der  Polemik  grundsätzlich  abgeneigt  und  in  der  Erörterung
            
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