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Hör a w i tz.
hardin Samson, über die Rhenanus und sein ganzer Kreis
sich ergötzen, aber auch entrüsten. ,Man gibt den Anführern*
schreibt Rhenanus an Zwingli, ,Ablassbriefe für die, welche im
Kriege fallen sollten. Welch’ ein freches und päbstlicher Legaten
unwürdiges Benehmen! Was wird man endlich
noch ersinnen, damit sich Italien uns e r es G eldes
bemächtigen könne? Doch betrachte ich diese Dinge
nicht als lächerlich, sondern eher als beweinenswerth. Denn es
gibt nichts, was mich mehr kränket, als dass ich das christliche
Volk mit nichtssagenden Ceremonien, ja vielmehr mit
leeren Possen beschwert sehe. Und ich sehe dafür keinen andern
Grund, als dass die Priester, durch jene Summa-Nachbeter
und Sophisten getäuscht, eine heidnische und jüdische Lehre
vortragen. Ich spreche von der Masse der Priester. Denn es
ist mir nicht verborgen, dass Du und Deinesgleichen dem Volke
die reinste Lehre Christi aus den Quellen selbst vortragen,
nicht die durch seotistische und gabrielische Interpretationen
verdorbene, sondern die aus dem Augustinus, Ambrosius, Cyprian,
Hieronymus gründlich und rein dargethane. Jene aber leiern
jene Possen von einem Orte herab, wo das Volk Alles für
wahr hält; über die päbstliche Gewalt, über den Ablass, über
das Fegefeuer, über erlogene Wunder der Heiligen (Divorum),
über die Restitutio, über die Contracte, Gelübde, über die
Strafen der Hölle und den Antichrist. Ihr aber zeigt, wenn ihr
vor dem Volke sprecht, die ganze Lehre Christi kurz und wie
auf einem Bilde. Ihr zeigt, dass Christus desshalb in die Welt
gesandt worden sei, damit er uns den Willen seines Vaters
verkündige, damit er uns zeigt, dass man diese Welt, d. i.
Reichthum, Ehren, Herrschaft, Lüste und dgl. verachten, das
himmlische Vaterland aber aus ganzer Seele suchen solle, damit
er uns Friede, Eintracht und jene schöne Gemeinschaft
aller Dinge (Gütergemeinschaft?) — denn nichts anders ist
das Christenthum — lehre, welche einst Plato, werth
den grossen Propheten beigezählt zu werden in seinem
Staate geträumt zu haben schien/ Hat Rhenanus
eben gegen Rom gesprochen, wie einst Walther von der Vogelweide
und der Zeitgenosse U. v. Hutten, so begegnen wir
im weiteren Verlaufe der mönchischen Aeusserung: ,Christus
ward in die Welt gesandt, um uns die thöriehten Neigungen zu