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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

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H  o  r  a  w  i  tz.

Griechischen  in  Strassburg  Lus  ein  ins 1  erscheinen  nachweisbar ­
  als  Bekannte  des  Rhenanus,  der  Letztere  war  sein
Mitarbeiter  bei  den  wichtigsten  Editionen.  Den  Capito,  der
nichts  ohne  des  Rhenanus  Genehmigung  drucken  lassen  wollte,
veranlasste  dieser,  seine  berühmte  Arbeit  über  die  hebräische
Grammatik  dem  Frobenius  zum  Drucke  zu  übergeben  (1518),
über  Myconius  Werke  hatte  er  im  Schiedsgericht  mit  Vadian
und  Xylotectus  (Zimmermann)  die  Entscheidung  abzugeben.  2
Mit  Wilhelm  Nesen,  der  später,  vielleicht  durch  Rhenanus
empfohlen,  in  Paris  bei  Faber  studierte,  stand  Beatus  schon
um  1516  in  Verbindung.  Nesen,  der  um  diese  Zeit  einen  Gruss
des  Rhenanus  an  Zwingli  ausrichtet,  rühmt  den  Erstem  als
einen  Mann,  wie  Deutschland  kaum  einen  zweiten  haben
dürfte. 3  Aus  Paris,  wo  er  1517  weilt,  lässt  er  sich  im  Briefe
an  Zwingli,  dem  Rhenanus  ,Germaniae  nostrae  decori  unico <
auf’s  beste  empfehlen. 4  Auch  Jacob  Ammann,  der  Züricher ­
  Professor,  ward  durch  Zwingli  (um  1519)  dem  Rhenanus
empfohlen.  Dieser  nahm  ihn  auf  das  freundlichste  auf  und  entliess
  ihn  nie,  ohne  nicht  seine  griechischen  Kenntnisse  und
überhaupt  sein  Wissen  vermehrt  zu  haben.  5  Und  als  Ammann ­
  sich  in  Mailand  aufhielt  (1520),  erhielt  er  von  Rhenanus
briefliche  Beweise  des  Wohlwollens.  Schon  um  1520  erfreute
sich  auch  der  stürmische  und  leidenschaftliche  Anhänger  Huttens ­
  Otto  von  Brunfels  der  Correspondenz  mit  Rhenanus,

1  Vgl.  Schöpflin,  Alsatia  II.  344.  und  Mäh  ly  am  a.  0.  226.  Der
Brief  an  den  Luscinius  zeigt  auch,  wie  hoch  Ehenanus  das  Griechische
hielt.
2  Hagenbach,  Myconius  S.  316.
3  Zwingli  Opera  VII.  14.
4  ibidem  24.
5  Quantae  autoritatis  tuae  literae  apud  Beatum  Rhenanum,  schreibt  Ammann ­
  an  Zwingli  (17.  Juli  1319)  fuerint,  quibus  me  illi  commendasti,  non
facile  dixerim;  libens  tarnen  cottidie  experior.  Nunquam  enim  doinum
eius  accedo,  quin  epigrammata  aliquot  Graeca  mihi  enarret,  interpretetur
aliquid,  moneat,  doceat.  Demum  illud  vere  dicere  possum,  quod  Gnatho
ille  Terentianus  militi  assentans  dixerat:  Nunquam  accedo,  quin  ab  eo
abeam  doctior.  Id.  totum  felicitatis  Tibi  uni  debeo  .  .  Enitar,  quoad  potero,
  ut  Te  istiusmodi  commendationis  nunquam  poeniteat.  (Zwingli  Opera
VII.  83).
            
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