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Horawitz,.
ihm leicht werden, denn er sei ja sein , Alter ego‘. 1 Auch in seinen
Briefen spricht Erasmus mit der grössten Anerkennung von
seinem jungen Freunde. In einem Briefe an Zasius nennt er
ihn schon um 1514 eruditissimum nec minus facundum, und
gibt demselben (anno eodem) die Nachricht: Probat et Beatus
librum tuum (seil. Compendium). 2 Und um 1515 schreibt er u. A.
an Pabst Leo X., wie er von mehreren sehr gelehrten Männern
in seiner Arbeit über Hieronymus unterstützt werde und nennt
da neben Reuchlin auch Beatus Ehenanus, den er als ausgezeichnet
gelehrten und ausserordentlich scharfsinnigen Jüngling preist. 3
(In iudicando naris emunctissimae.) Aber nicht blos diese
geistigen Gaben schätzte Erasmus an dem — damals so heitern
— Beatus, er liebte ihn auch wie seinen Sohn. ,Als Gesellschafter'
schreibt er, ,ist er der Anmuthigste, denn wann lacht
er nicht? Ich will nicht gesund sein, wenn ich je in meinem
Leben einen zuvorkommenderen leutseligeren Charakter, einen
feineren Geist getroffen habe'. 1 Es war ganz natürlich, dass
Erasmus seinem geliebten Beatus Alles vertraute; hinreichender
Beweis dafür würde allein schon der um 1518 geschriebene
interessante Reisebericht des letzteren 5 sein. Für Dienste, die
man dem Rhenanus erwies, war Erasmus so dankbar, als ob
1 In der Briefsammlung des Erasmus (Opera Ed. p. III. S. 1). datirt:
Lovanii 6. Cal. Jul. 1520. Deleetum atque etiam emendandi jus tibi
eredidi, si quid inesset quod vel offecturum famae meae videretur vel
exacerbaturum vehementer cujusque animum. Nec dubito, quin tu sedulo
pro tua in nos benevolentia, sis amiei synceri functus officio .... Tui
mi Beate candoris erit, advigilare, ut opus exeat, quam minima mei nominis
invidia . . . Hac igitur in re, te per amicitiam nostram obtestor eruditissime
Beate, ut quod ego facturus eram, si lieuisset tu facias uere
alter ego: atque omnibus' modis sic agas, ne isthic Erasmus abfuisse
videatur Nihil superest, nisi ut primiun te rogem, at in deleetum
animum istum uere amicum exeras etc.
2 II. Zasii epistolae ed. ltiegger P. 272 und 275.
3 Erasmi Opera' III. 67.
4 Mähly a. a. 0.
5 Erasmi Opera III. 228, ff. (Lovanii 1518.) Vgl. auch den um 1528 geschriebenen
Brief des Erasmus an Pirkheimer, P. Epistolica S. 281
über den Streithandel des Erasmus, in dem auch Ehenanus eine Eolle
spielt. Sed Beati ingenio semper abusus est ad hujusmodi dramata, sagt
Erasmus. Die Entscheidung ibid. 298.