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Horawitz.
fielen, 1 wird von Rhenanus berichtet. So wenig uns auch von
diesem Aufenthalte überliefert ward, Alles spricht dafür, dass
Beatus sein Ziel unverrückt im Auge behielt. Damals lehrten zu
Paris u. A. der Spartaner Georgios Hieronymos, oder besser
Hermonymos (Griechisch), Jakob Faber Stapulensis 2 (Physik und
Dialektik), der Doctor der Sorbonne Jodocus Clitoueus 3 (dasselbe),
Faustus Andrelinus aus Forli (Erklärung der Poeten 4 ).
Von Hermonymus, der um 1473‘schon aus Sparta gekommen
und den Beatus nach Sturm’s Zeugnisse eifrig hörte 5 , dürfte
er wenig gelernt haben, trotzdem der Grieche über Homer und
Isokrates las; Erasmus wenigstens, der beinahe 0 um jene Zeit
ebenfalls in Paris lebte, weiss ihn nicht zu loben, und auch
Beatus äussert über ihn: non tarn doctrina, quam patria clarus. 7
Einen grossen Eindruck machte dagegen Faber Stapulensis aus
Estaple in der Picardie, der Rhenanus in das Studium des
Aristoteles einführte; als Sapidus drei Jahre nach Beatus nach
Paris kam, fand er den Letzteren in der Erklärung der ,Oeconomica'
(wohl in der Ausgabe des Faber Stapulensis), begriffen. s
Bald wurde zwischen Faber und Rhenanus aus dem Lehrverhältniss
ein freundschaftliches, das den Pariser Aufenthalt
1 Ueber das sehr tumultuarische Pariser Studentenleben und die Schicksale
deutscher Studenten daselbst vgl. die interessante Abhandlung von Dr.
D. A. Fechter im III. Bande der Beiträge zur vaterländischen Geschichte
von Basel 1846, S. 147—181. Zoilos quales habet nulla alia urbs et iactantiores
et arrogantiores, schreibt Glarean um 1517.
2 Brief Reuchlin’s an Faber aus dem Jahre 1513.
3 Vgl. über ihn Fechter a. a. 0. 176. Er schrieb gegen Oecolampad ein
,volumen stultissimum* Zwingli I. Opera VIII. 36.
4 Briefe an und von ihm (Erasmi Opera III. 222, 223, 227).
5 Vita p. 50. Briefe des Hermonymus an Reuchlin finden sich in der Sammlung
Epist. illustr. Virorum ad J. Reuchlin (aus den Jahren 1478, 1481).
6 Nicht um dieselbe Zeit, wie angenommen wird, denn Beatus kann wohl
nicht vor 1502 oder 1503 nach Paris gekommen sein, während Erasmus
nachweislich schon um 1497 daselbst lebte und wohl zu Anfang des Jalirhundertes
dasselbe verliess.
7 Epist. Blustr. Viror. ad J. Reuchlin 1. I. f, iii. vor 1520: mihi graecae
linguae tyrocinia exposuit.
8 Das dürfte um 1506 gewesen sein, da in diesem Jahre nach Rhenan’s
Aussage (im I. Briefe an Reuchlin) Faber Stapulensis diese Edition erscheinen
liess. ,Elegantissimum politicorum Opus quod abhinc triennium
Faber Stapulensis ex sua officina emisit. 1 Dieser Brief ist aber im Jahre
1509 geschrieben.