Ueber das mhd. Buch der Märterer.
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diu Hute ze himelriche. dem tete er wol geliche
als er in der moren lant den reinen Mattheum sant
1, 1—52.
Nach der Ansicht des Dichters stehen also Schrift, Sinn
und Pfaffheit sammt Gottes Barmherzigkeit beisammen in einem
Heerhaufen, während die Ketzer gerade jener Jahre und in
jenen Gegenden zwischen Schrift, Sinn und Pfaffheit gar keinen
Verband mehr sahen.
Daraus erklärt sich auch sein Unwille über die wissenschaftliche
Bildung der untern Stände; er äussert ihn bei Gelegenheit,
als der h. Pantaleon in der Arzeneikunst unterrichtet
wird:
Er hiez leren von erznie daz e lernte wann der frie
der künec der fürste der edel man. nu habent si die
herren län
und ist diu selbe kunst gesigen und in die gemeine
gedigen 42, 21—26.
Diese echt römische und sehr volksfeindliche Ansicht
hindert ihn natürlich nicht, auch den Fürsten eins zu versetzen
und sich auf den Anwalt der Armen und Bedrängten hinaus
zu spielen. Er überlässt die Fürsten dem Teufel; ob in Erinnerung
an den Tag von Rensef
Ez ist nu niht so gestalt. clagt einer ze hofe siniu leit,
ez wirt unsanfte im underseit; er wirt dar umbe ser
zerslagen
daz er ez gerne mäht vertragen. si habent gen got
vorhte keine,
so furcht si auch got vil deine. er laet si hie bi ir
tagen
ein irdisch himelriche haben, mer genaden wirt in niht.
si habent zu gote kein zuoversiht, wann er sich ir hat
verwegen.
von rehte schol er ir phiegen dem sie sich bi ir
leben
mit willekür hänt ergeben. seht, ob daz vor got si
eben!
hat einer in niht gegeben so daz ez in wol behaget,