172
II a u i> t.
Gegen diese und ähnliche Ketzer scheint die Stelle in
der Legende des Apostels Matthäus gemünzt, die der Verfasser
ganz gegen seine Gewohnheit mit einer Einleitung versehen hat.
Got unser herre Jesus Christ wann er der siuen zaller
frist
mit vollen genaden phliget und in in allen noeten wiget
und gert nur der liute heil, daz si ein reinez (? richez)
erbeteil
nach disem leben besaezen wann si niht sin vergaezen
als er ir vergizzet niht: so ein mensche beget iht
daz möhte im leider niht gesin, dem tuot er wol geliehen
schin.
die sünde er lange vertreit und swenn der mensche sich
becleit,
er vergit im sunder wän swie vil er iibels habe getan,
da von muge wir wizzen daz daz er uns des gan baz,
daz wir besitzen daz himelriche denne daz wir ewecliche
mit dem tiufel verdamnet sin, und hat gegeben uns
solhen sin
daz wir versten übel unde guot. den nun verleit sin
tumber muot
daz er zuo der helle kert von dem himelriche wert:
da ist got unsclmldec an, er hat uns bede üf getan,
ze sinne hat er uns gegeben die schrift nach der wir
schullen leben
und vil guote leraere die pfaffen vil gewaere,
die uns kündent alle tage den rehten wec mit ir sage.
hie schrift hie sin hie pfafheit und da bi gotes barmherzecheit!
daz hat maniger für ein spil der in hie niht volgen wil,
im kumt diu wile und diu zit daz er gerne äne widerstrit
volget der ims gunde. so ist zergän die stunde,
wann er da muoz immer sin da er von hinne wirbet hin,
wann ez von got ist so betagt. wol im der sich hie
beclagt!
dem hilfet gerne got dar zuo, wann er ladet späte und
fruo