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wurde. Derselbe hat zwar mehr als eine Legende ausgelassen,
die er doch im Register vorne verzeichnete, würde das aber
bei einem einheimischen Heiligen der Donaulande schwerlich
gethan haben, wenn er ihn darinnen gefunden hätte.
Dagegen finden sich der besonders am Rhein verehrten
Heiligen eine grosse Zahl, deren Legenden kaum von einem
oder dem andern Reimer zum Gegenstand seiner Kunst oder
Unkunst gemacht wurde:
1. Hilarius. 8. Blasius. 29. Albanus. 34. Bonifacius.
37. Kilian. 40. Apollinaris. 52. Afra. 66. Verena. 72. Mauricius.
78. Columbanus. 81. Gereon.
Das sind also lauter längs des Rheinstroms wohlbekannte
und vielverehrte Heilige. Die übrigen sonst vom Dichter behandelten
Legenden betreffen entweder allgemeine christliche
Feste, wie die Frauen- und Kreuztage, die Apostel und Evangelisten,
oder es sind geradezu nur römische, wälsche Saucti
proprii.
Die oben ausgehobenen Legenden geben dem Verfasser
Gelegenheit, seine Bekanntschaft mit den rheinischen Landen
zu verrathen.
Theonestus selber kert über swaebisch alben wert 29,107.
und wiht in ze bischofe sä hinze Menze bi dem Rine
da 34, 123.
ein stat Augspurc ist genant diu hiute lit in Swäben
lant 52, 1.
bi dem wazzer wol erkant daz der Lech ist genant
52, 353.
und bräht sin clöster schone für daz ez hiute stät in
höher kür
wan ez über alliu diutsch lant ist wert unde wol erkant
78, 253.
sagt er von San-Gallen.
Merkwürdig ist die Stelle, wo er die Alpen noch als
schwäbisch bezeichnet, wie 29, 107 und dann ein zweites Mal
zu der Swäben alben wert 52, 271.
Er hat also zu einer Zeit gelebt, als die alemannischen
Lande im Hochgebirge noch zum Herzogthum Schwaben gehörten,
und die spätere wüthende Feindschaft zwischen den