Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 70. Band, (Jahrgang 1872)

12

Pfizmaier.

Ili-tschi  befand  sich  einst  auf  dem  Berge  TsI.  Ein
altes  Weib  hatte  sechseckige  Fächer,  die  sie  verkaufte.  Hi-tschi
schrieb  auf  jeden  Fächer  fünf  Schriftzeichen.  Das  Weib  machte
anfänglich  eine  verdriessliche  Miene.  Hi-tschi  sagte  zu  ihr:
Sage  nur,  dieses  sei  die  Schrift  des  Mannes  des  Geschlechtes
Wang  von  dem  rechten  Kriegsheere  und  begehre  hundert  Geldstücke. ­
  —  Das  Weib  that,  wie  er  sagte,  und  die  Menschen
kauften  die  Fächer  um  die  Wette.  Den  anderen  Tag  kam  das
Weib  nochmals  mit  Fächern.  Hi-tschi  lachte  und  antwortete ­
  nicht.

Als  ^  jsjj  J  Wang-hien-tschi  sieben  bis  acht  Jahre
alt  war,  lernte  er  schreiben.  Sein  Vater  Hi-tschi  rüttelte  von
rückwärts  an  dem  Pinsel  und  gelangte  nicht  dazu.  Er  sprach
seufzend:  Dieses  Kind  wird  später  wieder  einen  grossen  Namen
erlangen.  —  Hien-tschi  schrieb  gewöhnlich  auf  die  Wand  und
bildete  Schriftzeichen  von  dem  Umfange  einer  Klafter.  Sein
Vater  Hi-tschi  hielt  dieses  für  ein  Werk  grosser  Befähigung.
Diejenigen,  die  es  betrachteten,  waren  mehrere  hundert
Menschen.

£  *  Sie-ngan  fragte  einst  Hien-tschi:  Wie  kannst  du
doch  schreiben?  Dein  Haus  ist  ein  geehrtes.  —  Jener  antwortete: ­
  Desswegen  ist  es  jetzt  nicht  das  nämliche.  —•  Ngan
sprach:  Auswärtige  Erörterungen  sind  nichtig.  —  Jener  antwortete: ­
  Wie  könnten  es  die  Menschen  erfahren?

Wei-tschang  führte  den  Jünglingsnamen  |Jj  [Ej
Schiü-schan  und  wurde  im  Umwenden  Leibwächter  des  gelben
Thores.  Er  verstand  sich  auf  die  Pflanzenschrift  und  die
Schrift  der  Zugetheilten.  Er  bildete  daraus  vier  Arten.  Bei
diesen  Arten  der  Schrift  sagt  er:  Es  stand  einst  bei  dem  gelben
Kaiser,  Dinge  zu  bilden,  einzurichten  und  zu  erfinden.  Es
waren  =|jj  Tsiü-sung  und  Thsang-ke.  Dieselben
erfanden  das  Gefüge  der  Schrift  und  ersetzten  dadurch  die
geknüpften  Schnüre.  Sie  sahen  nämlich  die  Fussspuren  der
Vögel  und  kamen  hierdurch  auf  den  Gedanken.  Indem  sie
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.