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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Auf  diese  Art  und  Weise  und  in  dieser  Reihenfolge  werden
nun  alle  slawischen  Sprachen,  soweit  sich  ihre  Natur  in  dem  Bereiche ­
  des  Lautes  und  an  den  Erscheinungen  des  Lautes  offenbart*
nacheinander  durchgegangen,  w'obei  die  altslowenische  Sprache  —
nach  dem  in  der  Einleitung  von  dem  Verfasser  aufgestellten  Satze:
dass  in  ihr  für  alle  slawischen  Sprachen  ohne  Ausnahme  im  Ganzen ­
  und  Grossen  die  tiefste  Regel  bewahrt  ist  —  für  die  übrigen  nach
ihr  behandelten  Dialekte  den  Ausgangs-  und  Mittelpunct  oder  gewissermassen
  die  Normative  bildet,  an  welcher  die  Lauterscheinungen ­
  der  übrigen  gemessen,  geprüft  und  beurtheilt  werden.
Aus  dem  bis  jetzt  Angeführten  erhellt  zur  Genüge,  dass  der
Verfasser  bei  seiner  Arbeit  wirklich  den  gesammten  slawischen
Sprachstamm,  mit  allen  zu  demselben  gehörigen  genetisch  verschiedenen ­
  und  mehr  oder  weniger  schriftlich  und  literarisch  cultivirten
  Sprachen,  oder,  wie  sie  auf  einer  andern  Classificationsstufe ­
  genannt  werden  können,  Dialekten,  gleichmässig  umfasst  und
der  Feststellung  ihrer  Lautlehre  seine  umfassende,  erforschende
und  ordnende  grammatische  Thätigkeit  gewidmet  hat.  In  diesem
Umfange  und  in  einem  solchen  Ensemble  ist  die  Lautlehre  der  slawischen ­
  Sprachen  noch  in  keinem  bis  jetzt  gedruckten  Buche  behandelt ­
  worden,  so  dass  das  vorliegende  Werk  die  erste  allgemeine ­
  vergleichende  Lautlehre  des  gesammten  slawischen ­
  Sprachstammes  genannt  werden  kann  und  durch  Inhalt  und
Form  geeignet  ist,  den  ersten  und  in  einem  gewissen  Sinne  wichtigsten ­
  Th  eil  der  allgemeinen  vergleichenden  slawischen ­
  Grammatik  zu  bilden.
Was  die  Methode,  welche  der  Verfasser  bei  seiner  Arbeit  befolgt, ­
  und  den  Geist,  von  welchem  sein  Werk  durchweht  und  getragen ­
  wird,  anbelangt,  so  erweist  sich  die  erstere  bei  der  strengsten ­
  und  unbefangensten  Prüfung  als  durchaus  rationell'  und  kritisch, ­
  und  der  letztere  als  nicht  nur  mit  dem  Wesen  der  slawischen
Sprachen,  sondern  auch  mit  dem  jetzigen  Zustande  der  europäischen ­
  Sprachwissenschaft  und  Sprachforschung  vollkommen  vertraut. ­
  Der  Verfasser  begnügt  sich  nicht,  wie  die  Tagesgrammatiker ­
  für  den  Haus-  und  Schulbedarf,  die  Erscheinungen  des  Lautes
und  am  Laute  bloss  zu  sammeln,  zu  ordnen  und  zu  registriren,
sondern  er  ist  bemüht,  überall  auf  ihren  Grund  zu  gehen  und  sie
so  viel  als  möglich  befriedigend  zu  erklären.  Ueberdies  beschränkt
            
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