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Die einzelnen slawischen Mundarten, oder nach unserem Verfasser
Sprachen, deren Lautlehre nun der ganze übrige Theil des
Werkes gewidmet ist, sind folgende : die a 11 s 1 o w e n i s c h e, die
n e us 1 o wen i s ch e (d. i. di e wi n d i s ch e oderkraine rische,
kä’rnthnerische und steirische), die bulgarische, die
serbische (die illyrisch ealsidentischmitbegri ff en),
die klein russische, die russische, die böhmische,
die polnische, die oberserbische, und die niederserbische.
Das ehedem als ein selbstständiger Dialekt unterschiedene
Kroatische fiel weg, weil das Provinzial-Kroatische
nur eine Fortsetzung des Neuslowenischen, das Militärgränz-Kroatische
aber von dem Serbischen oder Illyrischen fast nur
nominell verschieden ist-Bei
einem jeden von den genannten Dialekten beginnt die Untersuchung
mit der Aufzählung und Eintheilung der in ihm vorkommenden
Laute, worauf dann die specielle Betrachtung eines jeden
Lautes folgt, d. i. die Nachweisung seiner eigenthümlichen Natur,
wie sie sich aus den an demselben wahrnehmbaren Erscheinungen
grammatisch erkennen und in bestimmte Regeln fassen lässt. So
wird, um dicss durch ein Beispiel anschaulich zu machen, in der
altslowenischen Sprache bei dem Laute a zuerst seine Aussprache
angegeben; hierauf werden die Stammwörter aufgezählt, in denen
dasselbe im Anlaute oder Inlaute vorkommt, und weiter wird seine
Verwandlung oder sein Wechsel mit andern Vocalen, seine euphonische
Einschaltung und seine Function als Steigerung eines andern
Wurzelvocals besprochen. Am Schlüsse der Lehre von den einzelnen
Vocalen werden die allgemeinen ihnen zuständigen und in ihrem
Wesen begründeten Erscheinungen, nämlich die Assimilation, der
Hiatus, die Lautsteigerung, die Kürze und Länge, endlich der Ton
in Betracht genommen. In ähnlicher Weise werden die Consonanten
behandelt; auch hier werden sowohl die einem jeden specifischzukommenden
Eigenschaften, als auch die mehreren oder allen gemeinschaftlichen
Merkmale, wie sie der Sprachgebrauch zur Erscheinung
bringt, als da sind : Laut oder Aussprache, Gebrauch, Verwandlung,
Wegfall, Einschaltung, Assimilation und Versetzung oder Umstellung
derselben, der Betrachtung unterworfen, und hiebei sowohl das
was als Regel gilt, als auch das was als Ausnahme anzusehen ist,
näher bestimmt.