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HerrGeorg Zappelt, Privatgelehrter in Wien;
„ Franz Pritz, ordentlicher öffentlicher Professor in Linz;
„ Joseph Erasmus Wocel, ordentl. öffentl. Prof, in Prag;
„ Ignaz Beidtel, pensionirter k. k. Appellationsrath in Wien.
III. Für die erledigten 2 Stellen correspondirender Mitglieder im Auslande:
Herr Karl Lanz, ordentlicher öffentlicher Professor an der
Universität zu Giessen;
„ Constantin Ilöfler, k. baierischer Archivar zu Bamberg.
Sitzung vom 26 Mai 1851.
Die Classe beschäftiget sich mit der Verhandlung über die am
2. Februar 1848 ausgeschriebenen Pr eisaufgaben, und zwar:
1) mit der philologischen: „Die Lautlehre der slawischen
Sprachen nach der comparativ -historischen
M e t h o d e”; worauf eine Preisschrift mit dem Motto: „Nonfumum ex
f ulgore" eingelangt war, über welche die nachstehenden Gutachten
der beiden Mitglieder der Prüfungs-Commission verlesen werden.
Gutachten des Hrn. Safarik.
In d em mit dem Motto: „non fumum ex fulgore” versehenen
handschriftlichen Werke: „Lautlehre der slawischen Sprachen
— zur Lösung der von der kais. Akademie der
Wissenschaften gestellten Preisfrage”, wird der Gegenstand
der akademischen Aufgabe in nachstehender Weise behandelt.
In der Einleitung erläutert der Verfasser zuerst die Grundbegriffe
der Sprachwissenschaft und zwar zunächst der Etymologie,
nämlich den der Wurzel, des Thema, des Wortes, des Suffixes und
des Lautwandels, auf eine kurze und bündige Weise. Hierauf zählt
er die den slawischen Sprachstamm bildenden Sprachen auf, bestimmt
ihr gegenseitiges Verhältniss und bezeichnet die altslowenische
Sprache als den Ausgangs- und Mittelpunct der gesammten slawischen
Sprachforschung. Weiter berührt er die Unterschiede des
Alphabetes und der Orthographie bei den Slawen, stellt die von ihm
zu befolgende Methode der Untersuchung fest, erklärt den historisch-comparativen
Weg für den allein richtigen und schliesst
mit der Angabe der allgemeinen charakteristischen Merkmale der
slawischen Sprache.