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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Vorarbeit,  wo  nicht  erschöpfend  doch  möglich  vollständig  ge
sammelt  und  übersehbar  gemacht  ist.
In  dieser  Ucberzeugung  nun  habe  ich  in  den  Bibliotheken  zu
München,  Stuttgart  und  Basel  vorzüglich  die  handschriftlicheLiteratur
  der  Concilien  des  fünfzehnten  Jahrhunderts,
besonders  die  des  B  as  ler  Co  n  ci  liums,  berücksichtigt  und  ich
übergebe  hier  die  Resultate  meiner  Forschung  als  ein  Scherflein
zur  Förderung  unserer  Aufgabe.
Ich  konnte  in  München  leider  nur  wenige  Stunden  dem  Aufzeichn ­
  e  n  jener  Handschriften  widmen,  welche  sich  auf  die  Concilien, ­
  besonders  das  Basler  Concilium  beziehen;  ich  fand  den  Vorrath ­
  zu  gross,  als  dass  ich  hoffen  konnte,  dieselben  genau  kennen
zu  lernen,  ich  musste  mich  begnügen,  aufmerksam  zu  machen
auf  jene  Codices,  die  einer  näheren  Untersuchung
werth  sind.  Ihre  Zahl  dürfte  über  hundert  steigen!  Es  sind
Handschriften  aus  Andechs,  Au,  Aldersbach,  Augsburg,  Ebersberg,
Inderstorf,'Tegernsee  u.  s.  w.
Eine  einzige  dieser  Handschriften  (Clm.  Nr.  727)  konnte  ich
näher  untersuchen  und  ihren  Inhalt  speciliciren.

Der  verehrte  Herr  Oberstudienrath  und  Oberbibliothekar  der
königlichen  Hofbibliothek  in  Stuttgart,  Herr  Stalin,  hatte  die
freundschaftliche  Güte,  mich  noch  während  meines  Aufenthaltes  in
München  auf  den  in  Stuttgart  befindlichen  Handschriften-Schatz
zur  Geschichte  des  Basler  Conciliums  aufmerksam  zu  machen  und
mich  zur  Benützung  desselben  aufzufordern.  Derselbe  hat,  als  unser ­
  würdiges  correspondirendes  Mitglied,  zugleich  die  k.  Akademie
selbst  von  diesem  Schatze  benachrichtigt  und  einen  Theil  desselben
näher  bezeichnet  (eine  Arbeit  des  Herrn  Professors  und  Unterbibliothekars ­
  Pfeiffer).
Ich  folgte  dem  Winke  Herrn  Stälin’s  und  untersuchte  während ­
  eines  zwölftägigen  Aufenthaltes  in  Stuttgart  diese  Handschriften, ­
  fünfzig  an  der  Zahl,  welche  aus  der  Bibliothek  des  berühmten ­
  Helmstädter  Professors  Hermann  von  der  Hardt  durch
Herzog  Carl  von  Wirtemberg  erworben  wurden.
Von  der  Hardt  wollte,  gleichwie  er  das  Constanzer  Concilium
und  seine  Acten  bearbeitete,  auch  das  Basler  Concil  beleuchten,  er
            
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