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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Zur  Aufrechthallung  dieser  Bestimmung  werden  alle  Behörden ­
  und  die  verschiedenen  Zoll-  und  Mauthbeamten  angewiesen;  den
Kagusanern  aber  wird  alle  mögliche  Dienstfertigkeit  und  Unterstützung ­
  von  Seite  der  römischen  Unterthanen  zugesichert.
Was  die  Texte  der  nun  folgenden  sechs  Originalurkunden  betrifft, ­
  so  haben  wir  kleine  und  unbedeutende  Versehen  stillschweigend ­
  verbessert,  jede  etwas  grössere  Aenderung  aber  gewissenhaft
angemerkt.  Die  vorkommenden  Lücken  suchten  wir  zu  ergänzen,
natürlich  ohne  die  Anmassung,  überall  das  Wahre  getroffen  zu  haben, ­
  da  namentlich  in  Nro.  II  der  Divination  öfter  ein  zu  grosser
Spielraum  gegeben  ist.  Die  sprachlichen  und  philologischen  Noten
sind  auf  das  kleinste  Mass  beschränkt  und  in  einzelnen  Fällen  nicht
einmal  ausreichend.  Ein  Verzeichniss  der  seltenen  oder  soweit  uns
bekannt  hier  zuerst  vorkommenden  Wörter  wird  nicht  überflüssig
erachtet  werden.
So  klein  die  Gabe  ist,  die  wir  hier  auf  den  Altar  der  Klio
niederlegen,  so  willkommen  wird  sie  denen  sein,  welche  sich  bemühen, ­
  Licht  und  Klarheit  in  die  Geschichte  eines  Landes  zu  bringen, ­
  das  in  seiner  Ganzheit  die  Wiege  der  neuen  Bildung  birgt  und,
wie  es  im  Mittelalter  gleichsam  die  Brücke  bildete,  auf  der  das
abendländische  Völkerleben  mit  dem  östlichen  Cultursystem  bald
siegend,  bald  ringend  und  fallend  sich  begegnete,  so  die  Arena  sein
wird,  auf  der  und  um  die  zugleich  der  welthistorische  Kampf  wird
gekämpft  werden,  welchen  die  Vorsehung  nach  unabänderlichem
Gesetze  zwischen  die  Pforten  eines  neuen  Welttages  der  strebenden ­
  Menschheit  vorgelegt  hat.
In  jenem  Ganzen,  dem  Illyrischen  Dreieck,  war  einst  Ragusa
zwar  nicht  dem  Umfang  und  der  Grösse  nach,  aber  durch  seine
geschlossene  Macht  als  Handelsstaat  und  als  eine  wichtige  Station
zwischen  Italien  und  der  Levante  von  erheblicher  Bedeutung;  zugleich ­
  hatte  es  seinen  nordischen  Nachbarn  gegenüber  einen  ebenso ­
  schwierigen  als  klug  und  kühn  behaupteten  Stand.  „Es  ist”
sagt  der  nüchterne  und  immerhin  lesenswerthe  Geschichtschreiber
des  Freistaats  Ragusa,  Gebhardi,  „dem  ersten  Anblick  nach  fast
unbegreiflich,  wie  der  Staat  sich  unter  so  mannigfaltigen  Abänderungen ­
  fast  zweitausend  Jahre  bei  seiner  Verfassung  hat  halten
können,  wie  er  gleichsam  unter  den  Bruchstücken  der  mächtigen
            
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