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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

N.  II.  das  Prostagma  Mi  c  h  a  e  1  s,  des  Vaters,  ist  vom  Monat  Juni
der  IX.  lndiction.  Nach  dem  oben  Erörterten  bleibt  'uns  keine  Wahl,
denn  das  Jahr  6714  oder  1206  für  das  des  Erlasses  anzunehmeu.
N.  III.  dertlorismosMichaels,  des  Sohnes,  ist  unterzeichnet
im  Monat  October  der  XI.  lndiction.  Schon  der  ältere  archivarische
Ordner  kam  dem  Jahre  ziemlich  nahe.  Er  bemerkte  auf  der  Rückseite ­
  Nr.  252  an.  1261  in  1282.  (Von  anderer  Hand  ist  beigeschrieben: ­
  N.  31  del  Pack.  V).  Auf  diese  Angabe  hin  ist  im  neuen
Repertoire  das  Jahr  1268  mit  ?  eingetragen;  es  wäre  diess  nämlich
die  XI.  lndiction  von  6776.  Da  aber  Michael  im  Jahre  1267  starb,
so  wurden  wir  auf  eine  frühere  lndiction  zurückgewiesen;  diese
fiele  zunächst  auf  das  Jahr  6761  oder  1253.  Es  scheint  aber  den
Umständen  nach  gerathener,  bis  auf  das  Jahr6746  oder  1238  zurückzugehen, ­
  wo  Michael  nach  dem  Tode  der  beiden  Söhne  seines  Oheims
Theodor,  Johannes  und  D  emetrius,  das  ansehnlichste  Gebiet
beherrscht  haben  mag,  und  vom  Kaiser  in  Nicaea,  Johannes  Vatatzes,
  mit  dem  Namen  Despotes  ausgezeichnet  worden  war.
Wir  haben  jetzt  noch  beizufügen,  was  über  die  einzelnen  Diplome ­
  namentlich  in  Betreff  ihres  Inhaltes  hierorts  erwähnt  werden ­
  muss.
I.  Der  Eingang  dieses  Privilegiums  erwähnte  König  Stephan ­
  von  Serbien  kann  der  angegebenen  Verwandtschaft  nach
nur  jener  sein  ,  welcher  mit  Eudocia,  der  dritten  Tochter  des
Kaisers  Alexius  III.  vermählt  war.  Diese  aber  hatte  zwei  Männer
dieses  Namens  und  dieser  Gewalt,  Stephan  (Symeon)  und
dessen  Stiefsohn  Stephan  Vincianus,  wenn  nicht  gar  drei,  da
ihr  auch  Stephan  Nemanja  Crapulus,  namentlich  von  Luccari
  ,  angetraut  wird.  Da  der  erste  bald  den  Purpur  mit  der  Tonsur ­
  vertauschte,  wie  er  denn  die  berühmten  Athosklöster  Chilantari
  und  Vatopedi  sehr  vergrössert  hatte  ,  so  werden  wir  nur  zwischen ­
  den  beiden  andern  zu  wählen  haben  ,  können  aber  hier  den
Streit  nicht  verfolgen.  Vgl.  Du  Cange,  Famil.  Byzant.  etc.,
p.  229,  230,  LIII,  LIV,  VI.  Geb  hardi  a.  a.  0.  p.  611  ff.  Luccari
  p.  29.  —  Die  Königin  Anna  Dukaena  könnte  wohl  die
ältere  Schwester  jener  Eudocia  sein,  welche  an  den  Begründer  des
nicaenischen  Kaiserthums  Theod  or  Lascaris  verheirathet  war.
Eine  zweite  Anna  aber,  eine  Tochter  des  oben  mehrfach  genannten ­
  Theodor  von  Thessalonich,  vermählt  an  den  Herzog  von
            
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