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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Trotz  «1er  Kürze  der  Zeit,  welche  kaum  zur  schicklichen
Vollendung  anderer  Arbeiten  ausreichte,  und  trotz  der  Schwierigkeiten, ­
  welche  die  Lesung  dieser  Actenstücke  zum  Theil  «larbot, ­
  gingen  wir  an  ihre  Abschrift,  ihre  Bearbeitung  und  Herausgabe ­
  auf  die  Zukunft  verspürend.
Jetzt  sind  wir  im  Stande,  diese  Documente  der  Oeflentlichkeit
  zu  übergeben.  Es  sind  der  Zahl  nach  sechs,  drei  davon
enthalten  die  genaueste  Zeitangabe  ihres  Ursprunges  und  gehören ­
  den  letzten  Paläologen  an;  die  drei  andern  haben  bloss
die  Daten  lies  Monates  und  der  Indiction,  das  Jahr  aber  ist
nicht  bezeichnet.  Ist  schon  desshalb  die  Bestimmung  ihrer  Geburt
Zweifeln  unterworfen,  so  mehrt  sich  die  Unsicherheit  noch  dadurch,
dass  auch  die  Unterschriften  ihrer  Urheber,  weil  kurz  und  allgemein, ­
  mehrfache  Beziehungen  zulassen,  die  denn  auch  in  den
älteren  wie  neueren  Repertorien  sich  kundgeben.  Es  kann  daher
nur  aus  dem  Inhalte  selbst,  namentlich  aus  gewissen  Angaben  von
Personen  nach  ihren  Verhältnissen,  mit  Wahrscheinlichkeit  auf
die  Urheberschaft  geschlossen  werden.  Glücklicher  Weise  finden
sich  solche  in  denselben;  nach  sorgsamer  Vergleichung  und  vorsichtiger ­
  Prüfung  sind  wir  zu  der  Ueberzeugung  gelangt,  dass  alle
drei  der  Zeit  angehören,  welche  unmittelbar  der  Einrichtung  des
lateinischen  Kaiserthums  gefolgt  ist,  und  dass  sie  sämmtlich
  Angeli,  Verwandte  der  entthronten  Kaiser,  zu  Urhebern
haben.
Die  Richtigkeit  dieser  Annahme  wird  sich  aus  der  kurzen ­
  Erörterung  ergeben,  welche  wir  jetzt  über  die  einzelnen
Diplome  selbst  folgen  lassen.
Dem  Angeli  eignen  wir  zu  die  Diplome  I,  II,  III.
I.  Diese  Urkunde  ist  ein  Erlass  oder  Edict  (npoazccyp-a)
des  Despoten  Manuel  Dukas  zu  Gunsten  der  Ragusaner,
ausgestellt  im  Monat  März  der  VII.  Indiction  (ohne  Jahreszahl),
und  einfach  unterzeichnet  MavouyjX  osaizözr^  6  Aoüxag.  Das  Siegel ­
  ist  halbgebrochen.  Man  sieht  eine  Figur  in  männlicher  Haltung. ­
  Der  Schnitt  ist  sauber.  Der  linke  Arm  ruht  und  trägt
das  Oberkleid;  der  rechte  stützt  sicli  auf  einen  Stab.  Von  der
Rand-Umschrift  ist  Folgendes  erhalten:  links  AECIIOTHC,  rechts
KOMNHNO  AOTKAC.  Auf  der  Rückseite  zeigt  sich  ein  bebartetes
  Brustbild  mit  der  Glorie,  die  rechte  Hand  gehoben,  in  der
            
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